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Haus und Garten winter­fest machen: Sicher vor Eis und Schnee

12-Nov-15

Akkus schützen

Rasenroboter und immer mehr andere Garten­werk­zeuge funk­tionieren kabellos. Damit sich die Akkus im Früh­jahr problemlos wieder laden lassen, müssen sie frost­frei und sicher über­wintern. Vorher am besten noch einmal gemäß Anleitung laden. Die Akkus dann separat lagern – also weder in der Lade­station noch im Gerät. So beugen Sie Tief­entladung vor. Das gilt auch für andere selten genutzte Akkus.

Rost vermeiden

Hecken- und Astscheren und andere Gartengeräte können leiden, wenn sie starken Temperatur­schwankungen und Feuchtig­keit ausgesetzt sind. Deshalb auch sie möglichst bald an einem trockenen, frostsicheren Ort unterbringen. Vorher gut säubern, Scharniere und Gelenke mit einem Tropfen Öl schmieren.

Bersten verhindern

Wenn Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt, entwickelt Eis eine enorme Spreng­kraft. Frei­stehende Wasser­behälter, Eimer und Kannen sollten Sie daher recht­zeitig entleeren und auf den Kopf stellen, damit sie sich bei Regen nicht erneut füllen. Lassen Sie auch aus außen angebrachten Armaturen und Bewässerungs­leitungen das Wasser ab.

Pflanzgefäße retten

Blumentöpfe aus Ton erweisen sich oft als weniger frostsicher als erhofft. Vorsorglich an einem trockenen Ort bei Plusgraden über­wintern lassen.

Wasser abfließen lassen

Kontrollieren Sie über­all, ob Regen und schmelzender Schnee rund ums Haus gut abfließen. Sonst können böse Wasser­schäden die Folge sein. Säubern Sie Regen­rinnen und Fall­rohre. Heben Sie auch die Abdeck­gitter von Boden­abläufen hoch, damit Sie Sand und Laub leicht entfernen können. Reinigen Sie auch die Abfluss­siebe. Falls das Abdeck­gitter klemmt: Einfach einen stabilen Draht hindurch­fädeln und daran ziehen.

 

Link:

https://www.test.de/Haus-und-Garten-winterfest-machen-Sicher-vor-Eis-und-Schnee-4933377-0

David Zehner – Warum ich ins Gymnasium zurückgekehrt bin

27-Okt-15

In der vierten Klasse stand ich vor folgender Entscheidung: Soll ich im Gymnasium bleiben oder in die HTL gehen? Spätestens nach dem Besuch der HTL am Tag der offenen Tür war mir klar, dass ich später etwas Technisches machen möchte, und so entschied ich mich, in die HTL zu wechseln. Doch im Nachhinein denke ich, dass mich das Technische ein wenig geblendet hat.

Allgemein- oder Fachwissen?

In allgemeinbildenden Gegenständen, wie Englisch und Deutsch, lernte ich in den zwei Jahren an der HTL fast nichts dazu, vor allem, weil das erste Jahr in diesen Fächern hauptsächlich dazu dient, das Niveau der ehemaligen NMS-Schüler an jenes der AHS-Schüler anzugleichen. Keine Frage, in den technischen Gegenständen lernten wir viel Interessantes und Nützliches, doch jeder muss sich die Frage stellen, was ihm wichtiger ist: Allgemeinwissen oder Fachwissen? Ich persönlich kam am Ende der zweiten HTL-Klasse zu dem Entschluss, dass mir Allgemeinwissen um einiges wichtiger ist. Außerdem ist es schwieriger, sich als Erwachsener nachträglich Allgemeinwissen anzueignen als Fachwissen.

HTL hat Potenzial

Dabei hätte die HTL durchaus Potenzial, der beste Bildungsweg für Technikinteressierte zu sein. Jedoch müsste man zum Beispiel die spärliche Anzahl an Englischstunden überdenken. Vor allem heute, da die Globalisierung so weit vorangeschritten ist, ist Englisch wichtig für jeden, der erfolgreich sein will – vor allem im wirtschaftlichen und technischen Sektor – und vielleicht einmal im Ausland leben möchte.

Andere Interessen

Jeder sollte sich einen Plan überlegen für den Fall, dass sich seine Interessen beziehungsweise Schwerpunkte ändern: Ist es einfach, nach dem Gymnasium Elektrotechnik zu studieren? Wie einfach ist es, nach der HTL Anglistik zu studieren? Fakt ist, dass HTL-Schüler an technischen Universitäten nur geringfügig besser abschneiden als AHS-Schüler. Da fragt man sich: Wozu die 37 Wochenstunden? Wozu ein Jahr länger in die Schule gehen?

Mein Tipp: Jeder, der (noch) mehrere Interessen besitzt und unbedingt studieren will, sollte die Schule wählen, die ihn am besten auf alle möglichen Szenarien nach der Matura vorbereitet. Das ist – für mich – das Gymnasium. (David Zehner, 21.10.2015)

 

Zur Internetseite:

derstandard.at/

Clip In Extensions sind natürliche Haarverlängerungen aus Echthaar in verschiedenen Längen

19-Okt-15

Wer wünscht sich nicht längere Haare oder mehr Volumen? Wenn die natürliche Haarpracht nicht ausreicht, kann mit Clip In Extensions schnell und einfach die eigenen Haare verlängern und mehr Volumen in das Haar bringen.

Bislang waren Haarverlängerungen nur beim Spezialisten möglich und nicht nur teuer, sondern zugleich aus riskant für die eigenen Haare. Die mit Kollagenkleber befestigten Haarverlängerungen können die eigenen Haare beschädigen, das Ergebnis sind nicht nur wesentliche kürzere Haare, sondern auch Wut und zahlreiche Tränen.

Für die Haarverlängerung mit Clip In Extensions braucht man keinen Friseurtermin und muss auch nicht extra darauf sparen. Die praktische Methode zur Haarverlängerung mit Echthaar kann selbst vor dem Spiegel angewendet werden. Auch mit keinerlei Erfahrungen in der Haarverlängerung erhält man innerhalb weniger Minuten deutlich längere Haare und mehr Haarvolumen.

Clip In Extensions aus Echthaar sind eine professionelle Möglichkeit zur Haarverlängerung. Dabei ist die Anwendung denkbar einfach. Zur Haarverlängerung werden die Clip In Extensions einfach mittels kleiner Klammern auf die natürlichen Haare angeclipt – dies können auch Laien ohne fremde Hilfe. Einfach an den gewünschten Stellen aufsetzen, festdrücken, fertig. Einfacher, als mit Clip In Extensions aus Echthaar geht garantiert keine Haarverlängerung.

Anstatt sich dem Risiko verklebter und verfilzter Haare durch die herkömmliche Methode der Haarverlängerung auszusetzen, sind Clip-In Extensions die moderne Methode. Die Clips sind dabei so klein, dass sie gar nicht auffallen. Ganz gleich, ob die Verlängerung der Haare oder mehr Volumen gewünscht sind, mit den Clip In Extensions aus Echthaar sind innerhalb von wenigen Minuten ganz neue Frisuren geschaffen. Nach dem Tragen lassen sich die Haarverlängerungen genauso schnell abnehmen, wie sie zuvor an den eigenen Haaren angebracht wurden. Einfach die Clips lösen, die Haarverlängerungen abnehmen und die eigenen Haare durchkämmen.

Um mehr über die einfache und schonende Methode zur Haarverlängerung zu erfahren, besuchen Sie jetzt gleich http://www.clipinextensionsechthaar.de/

 

Günstigen Solarstrom abzapfen – Solaranlage pachten – und Stromrechnung senken

04-Okt-15

Würden auch Sie gerne Solarstrom nutzen, scheuen sich aber davor, weil Sie sich mit der Technik und der Bürokratie, die mit der Installation verbunden ist, nicht auskennen? Jetzt gibt es eine Alternative: Sie können Ihr Dach verpachten.

Das Interesse an Solaranlagen ist bei privaten Hausbesitzern in Deutschland ungebrochen hoch. Aber viele scheuen sich den Erwerb, weil sie von dem bürokratischen und organisatorischen Auswand zurückschrecken, der mit der Installation auf dem eigenen Dach verbunden ist. Manchen fehlt auch nur das nötige Kleingeld. Was viele Häuslebauer nicht wissen: Es gibt eine Alternative, um ebenfalls in den Genuss von Solarstrom zu kommen. Das Zauberwort heißt: Pachten. Focus Online sprach mit Florian Berghausen, Geschäftsführer der DZ-4 GmbH, die Solarstromanlagen und auf Wunsch auch Stromspeicher dazu vepachtet.

1. Wer kann das Angebot nutzen? Nur Hausbesitzer mit Eigenheim oder alle, die Dächer haben?

Florian Berghausen: In erste Linie ist das Angebot für private Hausbesitzer geeignet. Voraussetzung ist, dass der Kunde Besitzer der Immobilie ist und in ihr wohnt. Dann kann der Kunde als Pächter der Anlage den produzierten Solarstrom selber nutzen oder in das Stromnetz einspeisen und verkaufen.

2. Wie lange muss ein Verpächter sich binden?

Berghausen: Das Konzept sieht vor, dass die Anlage mindestens 20 Jahre auf dem Haus ihren Dienst verrichtet. Erst einmal wird dem Kunden ein zehnjähriger Pachtvertrag angeboten, den er dann später jeweils um ein Jahr verlängern kann. Oder er entschließt sich, nach zehn Jahren die Anlage zu kaufen – zum halben Preis der Neuanschaffung. Dann ist die Anlage vielleicht nicht mehr zu teuer für seine finanziellen Verhältnisse.

Im Video: Deutsche Solarfirmen bringen Strom in den Himalaya

 

3. Wie ist der Anlagenbesitzer rechtlich abgesichert?

Berghausen: Die Anlage kann rechtlich über einen Grundbucheintrag gesichert werden. Dieser stellte sicher, dass die Rechte auf die Anlage beim Verpächter liegen.

4. Was passiert, wenn der Anlageneigentümer und Verpächter in die Insolvenz geht?

Berghausen: Zunächst einmal nicht viel, da die Photovoltaik-Anlage auch ohne aktive Betriebsführung noch Strom produzieren wird. Im Zweifel wird der Pachtvertrag hinfällig und der Pächter kann die Anlage erwerben.

Im Fall einer Insolvenz des Verpächters, wird die Solaranlage auf dem Haus des Pächters abgebaut, ohne dass für ihn Kosten entstehen. Der Pachtvertrag wird hinfällig. Natürlich kann der Pächter auch in einem solchen Fall die Anlage erwerben.

 

5. Was passiert, wenn ich mein Haus verkaufe?

Berghausen: Wenn der Pächter in den 20 Jahren, in denen die Anlage auf seinem Dach installiert ist, sein Haus verkauft, sollte er dafür sorgen, dass der Käufer den Pachtvertrag übernimmt. Oder er erwirbt die Anlage vor dem Verkauf und verkauft sie mit dem Haus.

6. Beschränkt sich das Angebot auf bestimmte Regionen?

Berghausen: Das Angebot von DZ-4 ist in ganz Deutschland erhältlich. Bundesweit arbeiten wir mit über 40 ausgewählten Installationsbetrieben zusammen.

7. Wie viele Anlagen haben Sie bereits umgesetzt?

Berghausen: Der Trend hin zum Pachten von Solaranlagen ist relativ neu in Deutschland. Bisher haben wir rund hundert Anlagen verpachtet, aber wir merken gerade auch durch die steigende Bekanntheit der Möglichkeit und durch unsere gute Positionierung als Pionier dieses Modells, dass die Nachfrage anzieht. Es lässt sich auch sagen, dass die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen mit Speichern größer ist als die Nachfrage nach reinen Photovoltaikanlagen.

 

8. Was passiert, wenn durch die Solaranlage Schäden an meinem Haus entstehen?

Berghausen:Die Anlage ist mehrfach über uns versichert. Eine Betriebshaftpflichtversicherung schützt vor Schäden, die durch die Anlage am Haus entstehen können. Eine Allgefahrenversicherung schützt gegen Schäden an der Anlage selbst, sei es durch Wetter oder Vandalismus. Und eine Betreiberhaftpflichtversicherung schützt gegen Schäden an Dritten, zum Beispiel wenn ein Passant durch eine herabfallende Komponente der Anlage verletzt wird.

9. Wie hoch liegt die Rendite für den Dachbesitzer?

Berghausen:Die Leute wollen ihren eigenen Strom verbrauchen und unabhängiger von ihren Stromanbietern werden. Das ist das Hauptmotiv für das Pachten einer Solarstromanlage. In Hamburg zum Beispiel kostet den Kunden die Pacht für eine Solaranlage mit einer Leistung von 5 kWp (Kilowattpeak) ohne Stromspeicher monatlich rund 70 Euro. Zusammen mit dem Strom, den er vom Stromanbieter bezieht und abzüglich der EEG-Vergütung, die er für überschüssigen eingespeisten Solarstrom erhält, würde er im Monat rund 100 Euro für seinen Strom zahlen. Eine Anlage mit Solarstromspeicher, die einen höheren Eigenverbrauch von rund 60 bis 70 Prozent ermöglicht, kostet monatlich um die 150 Euro. Wer eine solche Anlage pachtet, kann einen viel höheren Eigenverbrauch realisieren und muss entsprechend wenig Energie vom Stromanbieter kaufen. Zudem sind die Pachtraten unveränderlich, was bei steigenden Strompreisen in der Zukunft zu deutlichen Ersparnissen führen kann.

10. Was muss ich noch beachten?

Berghausen:Es kommt vor, dass Verpächter von Solaranlagen bereits im Vorfeld eine Anzahlung fordern. Das ist in unserem Modell nicht notwendig. Die erste Zahlung des Pächters sollte der erste monatliche Pachtzins sein. Außerdem sollte der Pächter klären, zu welchem Preis er die Anlage nach Ablauf des Pachtvertrages erwerben kann. Oft heißt es, dass er sie dann zum Marktwert kaufen kann. Aber dieser Begriff ist dehnbar und bietet wenig Planungssicherheit. Besser ist es, den Rückkaufwert von vornherein festzulegen.

 

zur Webseite:

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/

Fotostrecke: 11 Lebensmittel, die sich lange halten

25-Sep-15

Manche Lebensmittel verderben schnell, andere halten sich fast ewig. 11 Lebensmittel, die sich richtig lange halten – und die ihr bedenkenlos aufbewahren könnt.

Honig

Honig hält sich sehr lange, kann aber auch verderben, wenn er nicht richtig gelagert wird. Honig deswegen immer fest verschließen, kühl und trocken lagern. Wenn Flüssigkeit oder andere Fremdstoffe in den Honig gelangen, kann dieser schneller verderben. Honig muss seit dem 1. August 2004 mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. „Honig ist im Allgemeinen bei sachgerechter Lagerung (kühl, trocken, dunkel) über mehrere Jahre haltbar“, schreibt der Deutsche Imkerbund e.V. auf seiner Seite.

Zucker

Auch Zucker kann – wie Salz – nicht schlecht werden. Denn Lebensmittel verderben durch Bakterien und Mikroorganismen – und die brauchen Sauerstoff und „ungebundenes Wasser“, wie es die Experten von „Wissen macht Ah!“ erklären. „Zucker enthält aber kein ungebundenes Wasser. Bakterien kommen natürlich auch auf Zucker vor – aber sie verdursten und sterben und können sich so natürlich auch nicht vermehren.“

Salz

Salz braucht jeder im Haushalt. Die gute Nachricht: Es wird nie schlecht. Ausnahme ist jodiertes Speisesalz, das ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat.

Tee

Tee hält sich ebenfalls sehr lange.

Weißweinessig

Destillierter Weißweinessig wird eigentlich nie schlecht. Auch hier gilt: fest verschließen, kühl und dunkel lagern. Vorsicht bei aromatisierten Essig-Sorten. Die haben einen geringeren Säuregehalt und können verderben. Außerdem kann das Aroma verfliegen. Deswegen gilt auch bei diesen Flüssigkeiten: Flasche immer gut verschließen.

Maisstärke

Wer Maisstärke fest verschlossen lagert, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann, kann sich sehr lange über seinen Vorrat freuen. Denn auch Maisstärke gehört zu den Lebensmitteln, die sich richtig lange halten.

Ahornsirup

Ahornsirup gehört ebenfalls zu den Lebensmitteln, die so gut wie ewig haltbar sind – vorausgesetzt er wird richtig gelagert. Wer ihn im Kühlschrank aufbewahrt, kann sich lange drüber freuen.

Nudeln

Nudeln haben zwar ein Mindesthaltbarkeitsdatum, sind aber praktisch ewig haltbar. Denn wie bei Salz und Zucker können Bakterien auch bei diesen Trockenprodukten kaum überleben.

Reis

Dasselbe gilt für Reis. Ausnahme: Vollkornreis. Er enthält noch den Keimling mit Fett im Kern. Und das kann ranzig werden.

Konserven

Theoretisch halten sich Konserven auch weit über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Konsistenz, Farbe und auch der Geschmack können sich allerdings verändern, ohne dass der Inhalt tatsächlich verdorben ist. Vorsicht ist geboten, wenn Konserven Dellen oder Löcher aufweisen und Fremdstoffe in die Konserve gelangen konnten. Solche Konserven lieber entsorgen.

Schnaps

Ob Schnaps nun ein Lebensmittel ist, darüber lässt sich streiten. Als Genussmittel wird Schnaps normalerweise aber eher selten getrunken. Da freut man sich über die gute Nachricht, das Schnaps quasi nie schlecht wird und auch das Aroma nicht so schnell verfliegt.

 

Übernommen aus:

http://www.brigitte.de/rezepte/koch-trends/

Bildung für Flüchtlinge: Mehr als nur Deutsch lernen

25-Sep-15

Bildung für Flüchtlinge

„Neuzuwanderer-Klassen“ sollen Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Lamin Jawara träumt davon, Metallbauer zu werden.

Lamin Jawara kommt aus Guinea-Bissaus Hauptstadt Bissau. Er entfloh den Wirren des Militärputsches im April 2012. Truppen des Generals Mamadu Ture und Soldaten der Regierung lieferten sich Straßengefechte in Jawaras Heimatstadt. Seit Mai 2014 lebt der 18-Jährige in Berlin. Genauer: in Kreuzberg, nur zwei Straßen von der Hans-Böckler-Schule entfernt. Dort, an den Werkbänken der Berufsschule, ist sein Messing-Bär entstanden.Der Bär aus Messing glänzt hell. Lamin Jawara stellt ihn mitten auf den Tisch. Er streicht vorsichtig über die glatt polierten Kanten des Berliner Wappentiers und grinst. „Den habe ich gemacht“, sagt er.

Lamin Jawara ist einer von 36 Flüchtlingen, die in drei sogenannten Neuzuwanderer-Klassen Deutsch, Mathe und Englisch lernen. „Neuzuwanderer“ – das sind laut Goethe-Institut alle MigrantInnen, die später als 2004 nach Deutschland gekommen sind. Die Lehrgänge an der Berufsschule dauern ein Jahr und werden seit Anfang dieses Jahres angeboten. Auch praktischer Unterricht in der Metallwerkstatt steht auf dem Stundenplan. Ziel ist es, den Flüchtlingen den Weg zu einem Ausbildungsplatz zu ebnen.

„Die Flüchtlinge können ohnehin nicht acht Stunden am Tag Deutsch lernen“, sagt Schulleiter Thomas Pinnow. So üben sie schon mal, was bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zählt: Sie schweißen, löten, feilen und polieren Metalle in der Werkstatt.

Jawaras Lieblingsfach ist Deutsch. Heute geht es um Imperative. Jawara rückt sein Arbeitsblatt zurecht, nimmt einen Schluck aus der Energydrink-Dose. Was war nochmal die Befehlsform von „wechseln“? Er schreibt „wechsele“. Frau Podskarbi, seine Lehrerin, kontrolliert gerade die Lösungen seines Sitznachbarn Ssade aus dem Libanon. „Sie müssen schauen, worauf sich das Verb bezieht“, sagt sie. Ssade nickt.

Neben Jawara und Ssade sitzen sechs weitere Flüchtlinge im Klassenzimmer. Maximal zwölf Schüler zählt eine Neuzuwanderer-Klasse. „In Guinea-Bissau hatte ich fast 50 Klassenkameraden“, sagt Jawara und lacht. Schon damals habe er nach der Schule handwerklich gearbeitet. Nach dem Lehrgang in der Neuzuwanderer-Klasse möchte er eine Ausbildung beginnen, am liebsten zum Metallbauer.

„Trotz der Schwierigkeiten mit der Sprache sind die Neuzuwanderer sehr motiviert“, sagt Schulleiter Pinnow. Einige wollten sogar in den Sommerferien zur Schule gehen. Was viele antreibt, ist die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Der Bedarf ist groß: Vergangenes Jahr blieben in Deutschland etwa 37 000 Lehrstellen unbesetzt.

Viele Betriebe scheuen sich jedoch, Flüchtlinge als Azubis einzustellen. Ein Grund könnte sein: „Wenn ein Flüchtling noch kein Aysl bekommen hat und die Unternehmen ihn einstellen, riskieren sie, dass ihr Azubi abgeschoben wird“, sagt Pinnow. In den einjährigen Neuzuwanderer-Klassen können die Flüchtlinge die Zeit ihres Asylverfahrens sinnvoll überbrücken.

 

Lamin Jawara fühlt sich an der Hans-Böckler-Schule wohl. Die Kreuzberger Schule hat Erfahrung mit Migranten, in manchen Klassen liegt der Anteil über 80 Prozent. Sie bildet circa 1.000 Jugendliche aus, die meisten davon zum Karosseriemechaniker oder Metallbauer. Dass Jawara hier gelandet ist, war kein Zufall.

„Wir fragen die Menschen nach ihren Neigungen, bevor wir sie an die Berufsschulen vermitteln“, sagt Tatjana Rest von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Bedeutet: Wer sich zum Beispiel für Mode interessiert, besucht eine Berufsschule für Mode und Bekleidung. Über 500 minderjährige Flüchtlinge haben Rest und ihre Kollegen so schon an die Schulen gebracht.

Lamin Jawaras Eltern sind tot, er kam allein nach Deutschland. Ein Sozialarbeiter kümmerte sich nach der Registrierung in Berlin um ihn. An der Hans-Böckler-Schule habe er mittlerweile neue Vertrauenspersonen gefunden. Die Lehrer seien nett und geduldig. „Das kenne ich aus meiner Heimat anders“, sagt Jawara.

Sein Asylverfahren läuft noch – seit bald eineinhalb Jahren. Die Chancen, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, sind gering. Vergangenes Jahr lag die Schutzquote bei Asylanträgen aus Guinea-Bissau bei mickrigen 0,8%. Trotzdem hofft Jawara, hier bleiben zu können. „Ich habe einen Rechtsanwalt, der mir mit den Anträgen hilft“, sagt er.

Der heute 18-Jährige war insgesamt zwei Jahre lang auf der Flucht. Die Bilder der Gewalt in seiner Heimat habe er nicht vergessen, erzählt er. Da helfe ihm der geregelte Tagesablauf sehr, in Deutschland Fuß zu fassen: „Ich bin bis halb zwei in der Schule, danach esse ich meist in der Cafeteria.“ Nachmittags spielt Jawara Basketball. Bis vor kurzem trainierte er mehrmals in der Woche. Jetzt ist Jawara nur noch ab und zu auf dem Sportplatz. „Ich will mich voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren“, sagt er.

 

Webseite:

http://www.taz.de/Bildung-fuer-Fluechtlinge

Wildpilze sammeln und zubereiten: Tipps für den unbe­schwerten Genuss

24-Sep-15

Feucht und warm mögen es Pilze am liebsten: Die Saison hat bereits begonnen. Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln geben ein Fest in der Küche. Wer selbst im Wald auf Pilz-Pirsch gehen will, braucht aber nicht nur Finderglück. Das Special Wildpilze zeigt, was es beim Sammeln alles zu beachten gilt und gibt Tipps für den unbe­schwerten Genuss.

Pilze – die aromatischen Leicht­gewichte

Pilze sind extrem kalorien­arm: 100 Gramm haben durch­schnitt­lich 10 bis 20 Kilokalorien. Sie bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Ihr Fett­gehalt liegt unter einem Prozent, ihr Eiweiß­anteil bei zwei bis vier Prozent. Viele Pilze liefern größere Mengen an Vitaminen der B-Gruppe, vor allem Vitamin B1 und B2, einige sind außerdem eine gute Vitamin-D-Quelle. Was Mineralstoffe angeht, liefern Pilze insbesondere Kalium und Phosphor. Der Gehalt an anderen Mineralstoffen oder Vitaminen ist eher gering. Pilze tragen aber zur Versorgung mit Ballast­stoffen bei und enthalten teil­weise gesund­heits­fördernde Eiweiß­bausteine. Kurz: Alles in allem sind Pilze ein gesundes und wert­volles Nahrungs­mittel.

Nicht mehr als 250 Gramm pro Woche

Essbare Wildpilze sind herr­lich aromatisch. Doch Wildpilze können – im Vergleich zu anderen Pflanzen – relativ hohe Mengen an Schwer­metallen aus dem Boden aufnehmen und im Frucht­körper anreichern. Das gilt vor allem für Kadmium und Queck­silber. Zuviel Kadmium schädigt Leber und Nieren, zuviel Queck­silber kann das Nerven­system beein­trächtigen. Die Konzentration im Pilzkörper kann vier- bis fünf­mal höher sein als im Wald­boden. Erwachsenen wird deshalb empfohlen, nicht mehr als 200 bis 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Schwangere, Stillende und Klein­kinder sollten ganz auf Wildpilze verzichten. Pilze aus Zucht hingehen weisen in der Regel keine deutlich erhöhten Schwer­metalle auf. Allerdings können nicht alle Pilze gezüchtet werden. Pfifferling und Steinpilz zum Beispiel wachsen nur wild.

Sammeln nur für den Eigenbedarf

Pilze leben in einem engen Verhältnis zu Bäumen und Wald­flächen. Über­mäßiges Sammeln von Wildpilzen stört das sensible ökologische Gleichgewicht. Einige Pilze stehen sogar unter Arten­schutz. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, diese Arten zu sammeln. Ausnahmen ermöglicht die Bundesartenschutzverordnung: Steinpilz, Pfifferling, Schweins­ohr, Brätling, Birkenpilz, Rotkappe und Morchel sind zwar besonders geschützt, dürfen aber in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Das gilt auch für die nicht besonders geschützten Pilzarten. Eine Höchst­menge ist nicht einheitlich geregelt. Erlaubt sind in einigen Regionen Deutsch­lands maximal bis zu zwei Kilogramm pro Person am Tag, manchmal auch nur ein Kilogramm. Im Zweifel kann man sich an das jeweilige Forst­amt wenden. Für andere besonders geschützte Arten, zum Beispiel Königs- und Sommerröhr­ling oder Kaiserling, gibt es keine Ausnahme. Sie dürfen über­haupt nicht gesammelt werden. Das gilt auch für Trüffeln. Der Grünling steht ebenso ausnahms­los unter Arten­schutz. Er gehört aber auch noch aus einem anderen Grund nicht in den Sammelkorb: Denn nach seinem Verzehr kann es bei bestimmten empfindlichen Personen zu Zerfall und Abbau von Muskel­zellen kommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb vom Verzehr des Grünlings ab.

Vorsicht Doppelgänger!

Die wichtigste Regel beim Sammeln lautet: Hände weg von Pilzen, die Sie nicht sicher bestimmen können. Ob ein Pilz giftig ist oder nicht, sieht man ihm nicht an. Zudem besteht bei einigen Sorten auch Verwechs­lungs­gefahr mit giftigen oder zumindest unver­träglichen Doppelgängern. Der Anis- oder Schafs-Champignon etwa kann von ungeübten Samm­lern leicht mit dem giftigen weißen Knollenblätterpilz verwechselt werden. Bei Unsicherheiten sollten Pilz­freunde ihre gesammelten Pilze vom Fachmann auf Essbarkeit prüfen lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V. führt eine Liste geprüfter Pilzsach­verständiger.

Tipp: Ausführ­liche Porträts aller wichtigen Früchte, Pilze und Kräuter, die man am Wegesrand findet, bietet das Buch „Essen aus der Natur“ der Stiftung Warentest. Dazu gibt es viele Tipps zum Sammeln und Halt­barmachen, Sammel­zeitkalender und leckere Rezept­ideen.

Zur Internetseite:

www.test.de/

Kanal geht mitten durch meinem Grund

23-Sep-15

von Konrad
(Bayern)

Wir sind noch ganz am Anfang aber haben schon das erste massive Problem: Wir haben gerade ein Grundstück erworben welches wir bebauen wollen. Nachdem unser Architekt die Abwasserplanung machen wollte und dazu die Pläne anforderte traf uns der Schlag!

Mitten durch unser geplantes Haus führt eine Abwasserleitung/Kanal der nicht im Grundbuch eingetragen ist. Was können wir tun? Das Haus kann auf Grund des recht kleinen Grundstücks nicht umgeplant werden. Der Kanal würde immer unser Haus treffen!

Wir haben heute einen Termin bei der Gemeinde – was können wir fordern? Wie ist die Rechtslage? Wir wissen das erst seit gestern – am Montag nächste Woche wollten wir unsere Baupläne zur Genehmigung einreichen!

Über eine schnelle Antwort wären wir sehr dankbar.

Liebe Grüße,
Konrad

Antwort

Hallo Konrad,

wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es in jedem Fall besser gewesen wäre, schon vor dem Erwerb des Grundstücks entsprechende Erkundigungen einzuholen, hilft Ihnen das jetzt im Nachhinein leider nicht weiter. Aber ich erwähne das trotzdem, weil dadurch vielleicht andere Leser meiner Bauherrn-Webseite rechtzeitig auf ein vermeidbares Problem aufmerksam gemacht werden können.

Nun aber zu Ihren Fragen, die bei mir – bitte nicht böse sein – gleich zu Beginn einige Gegenfragen aufwerfen:

Was sagt Ihr Architekt zu dem Problem? Hat Ihr Architekt nicht ohnehin sofort alles in die Wege geleitet, um das Problem FÜR Sie rechtssicher zu lösen? Hat der Grundsücksverkäufer mit Sicherheit nichts vom bestehenden Kanal auf dessen Grund gewusst? Hat der Vertragserrichter davon gewusst?

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass sich der Vertragserrichter durch Einsicht beim Grundbuch vergewissert hat, dass keine Dienstbarkeiten eingetragen sind, welche die Nutzung des Grundstücks einschränken. Andernfalls hätte diese Dienstbarkeit (z.B. Nutzungsrecht durch Gemeinde für Kanal) ja in Ihrem Kaufvertrag stehen müssen. Und wenn Sie das gewusst hätten, hätten Sie wohl nicht gleich gekauft …

Wie auch immer: Ohne die Umstände für den vorhandenen Kanal genau zu kennen, kann ich leider keine verbindlichen Aussagen machen. Eine Klärung der Angelegenhiet kann daher nur beim zuständigen Gemeindeamt erfolgen – den Termin haben Sie ja bereits vereinbart.

Ich

weiß zwar jetzt nicht, welches Vertragsverhältnis Sie mit Ihrem Architekt haben – aber wenn Ihr Architekt den Auftrag für die Planung Ihres Hauses hat, MUSS auch der Architekt als Ihr offizieller Vertreter gegenüber den Baubehörden an diesem Termin unbedingt teilnehmen und FÜR Sie eine Lösung erarbeiten. In Wahrheit sind Sie als Bauherr also lediglich „Zuhörer“, weil Ihr Architekt in Ihrem Auftrag ohnehin alles klären sollte.

Die Rechtslage ist dabei eigentlich klar: Entweder es gibt – auf welcher rechtlichen Grundlage auch immer – eine Dienstbarkeit für den Kanal auf Ihrem Grundstück oder nicht. Wenn es, wovon ich hier ausgehe, KEINE Dienstbarkeit gibt, haben Sie Anspruch auf ein in jeder Hinsicht lastenfreies Grundstück.

Daraus folgt auch, dass der Kanal vom derzeitigen Nutzer (z.B. der Gemeinde) auf dessen Kosten entfernt, umgelegt (z.B. auf angrenzendes öffentliches Gut) oder Ihrem geplanten Haus entsprechend umgebaut oder angepasst werden muss.

Bei der Gemeinde sind jedenfalls folgende Punkte zu klären:

# 1. Welchen Zweck hat der Kanal überhaupt?
# 2. Ist der Kanal überhaupt in Betrieb?
# 3. Wer profitiert derzeit vom Kanal?
# 4. Welche Objekte (ausser Ihrem gelanten Haus) werden mit dem Kanal aufgeschlossen?
# 5. Ist der Kanal ein öffentlicher Kanal? Wenn ja – welches erworbene Recht hat die Gemeinde, das Grundstück für den Kanal zu nutzen?
# 6. Wenn die Gemeinde ein erworbenes Recht hat: Warum wurde das IHNEN beim Kauf des Grundstücks verschwiegen? (Rechtliche Prüfung Rücktrittsrecht).
# 7. Kann der Kanal für Ihren erforderlichen Kanalanschluss verwendet und entsprechend adaptiert werden?

Normalerweise liegt es vorrangig im Interesse der Gemeinde, mit Ihnen eine schnelle und möglichst unbürokratische Lösung zu erarbeiten, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Sollte es aber – aus welchen Gründen auch immer – keine Lösung für das Problem geben, empfehle ich Ihnen, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Klärung der Angelegenheit zu betrauen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass alles gut für Sie ausgeht. Meiner Meinung nach stehen die Vorzeichen für eine positive Lösung ganz gut.

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber
———
HausbauManager.com
BaukostenManager.com

 

Original-Artikel:

www.haus-selber-bauen.com/kanal-geht-mitten-durch-meinem-grund

Flüchtlingskinder – Lehrergewerkschafter kritisiert

08-Sep-15

Wien – Je näher der Schulbeginn rückt, umso näher rückt das Asylthema auch an die Schulen heran. Das Bildungsministerium rechnet mit rund 5000 Flüchtlingskindern, die im Herbst im Rahmen der Schulpflicht, die auch für diese Kinder ungeachtet ihres jeweiligen Aufenthaltsstatus gilt, zu betreuen sein werden. Das entspricht weniger als einem Prozent aller Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, genau sind es 0,7 Prozent.

„Falsche, brandgefährliche Welle“

Und genau diese Relationen sollten in der ohnehin schon sehr aufgeheizten Stimmung nicht noch durch eine „emotionalisierte Debatte“ verzerrt werden und aus dem Blickfeld verloren gehen, warnt der sozialdemokratische Lehrergewerkschafter Heinrich Himmer im STANDARD-Gespräch: „Da wird auf der falschesten Welle geritten. Das ist brandgefährlich.“

Der Vizevorsitzende der Gewerkschaft der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) reagiert damit auf Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger (Fraktion Christlicher Gewerkschafter, FCG), der am Mittwoch im Ö1-„Morgenjournal“ davor gewarnt hat, dass die Situation ohne zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen – vor allem für Fremdsprachen – eine „scheinbar unlösbare Aufgabe“ für die Schulen werde. Außerdem warf Christgewerkschafter Kimberger dem Unterrichtsministerium unter Ressortchefin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) vor, es reagiere viel zu spät und stelle außer einem Leitfaden nichts zur Verfügung.

Er, Himmer, verstehe und teile zwar das gewerkschaftliche Anliegen, die Lehrerinnen und Lehrer auch in dieser Situation zu unterstützen und nach mehr Personal zu rufen, aber der FSG-Vertreter pocht auch darauf, „dass in der Bevölkerung dadurch nicht der Eindruck erweckt wird, es bricht alles auseinander. Das tut es nämlich nicht.“

350 Flüchtlingskinder in Millionenstadt

Eine Millionenstadt wie Wien schaffe es, so Himmer, 350 Flüchtlingskinder bei 220.000 schulfplichtigen Kindern aufzunehmen und pädagogisch zu versorgen. In dieser Situation alte und auch berechtigte Rufe nach mehr Unterstützungspersonal zu wiederholen – aber diesmal eingebettet in den Flüchtlingskontext – sei „brandgefährlich und verlogen. Das hilft den Lehrerinnen und Lehrern nicht, wenn man ihnen sagt: Es sind zu viele Flüchtlingskinder da, wir schaffen das nicht“, kritisiert Himmer.

Mehr Schuldbudget nötig

Der Sozialdemokrat sieht die gesamte Bundesregierung gefordert, sagt aber auch: „Da hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Es ist klar, um 5000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler, egal, ob das jetzt Flüchtlinge sind oder andere Kinder, braucht man mehr Unterrichtspersonal. Da muss man das Schulbudget erhöhen.“

Dass mehr Kinder, zumal Flüchtlingskinder, auch mehr pädagogische Ressourcen erfordern, darauf hatten zuletzt im STANDARD bereits mehrere Landesschulratspräsidenten, rote wie schwarze, hingewiesen.

Im Moment gibt es aus dem Finanzministerium aber noch keine Signale, dass das Bildungsressort, dem das Wasser finanziell schon weiter als nur bis zum Hals steht, zusätzliche Mittel bekommen wird. (Lisa Nimmervoll, 27.8.2015)

 

Quelle:

http://derstandard.at/2000021308765

Fleisch­los grillen: Vegetarische und vegane Rezepte für den Grill­abend

15-Jul-15

Sie können Veggie-Wurst und Grill­käse nicht mehr sehen? Die fleisch­lose Küche präsentiert neue Ideen für den Rost: Folienkar­toffeln, marinierte Champignons, Zucchini und Auberginen – das sind die vegetarischen Vorreiter in der ansonsten fleisch­lastigen Grill­welt. Heute ist Grillen ohne Fleisch die Königs­disziplin. Neue Gerichte sind interna­tional inspiriert und mehr als nur Beilagen

Avocado für die Quesadillas

Papri­kastreifen, gehackte Chilis, geriebener Käse und in Scheiben geschnittene Avocado liefern eine Füllung für Quesadillas. Die mexika­nischen Weizen- oder Maisf­laden lassen sich gefüllt gut wenden, wenn man sie in ein Grill­gitter klemmt. Ungeschälte, halbierte und mit Öl bepinselte Avocados ohne Kern können mit der Schnitt­fläche auf den Rost gelegt werden. In die Mulde des Kerns passt eine fruchtig-scharfe Salsa aus Tomaten, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft.

Tipp: Grillen Sie Avocados nicht zu lange und nur bei mitt­lerer Hitze, sonst werden sie bitter.

Gefülltes Gemüse

Essbare Mini-Kürbisse schme­cken gefüllt – etwa mit Ricotta-Paprika-Ei-Mischung. In Alufolie gewi­ckelt können sie direkt auf den Rost. Auch große Tomaten, Paprika, Champignons und Gemüse­zwiebeln lassen sich gut füllen. Man grillt sie am besten indirekt im Kugelgrill.

Tipp: Besser als Alufolie sind feuer­feste Schälchen, Edelstahl- oder Emaille-Grill­schalen. Durch Säure und Salz löst sich Aluminium verstärkt und kann auf das Grill­gut übergehen. Noch mehr Tipps und Hinweise zum Thema Grillen bietet das FAQ Grillen.

Kürbis mit Ingwer-Kokosmilch-Glasur

Kürbisse lassen sich in fingerdi­cken Spalten mit Öl bepinselt direkt grillen. Nach 12 bis 15 Minuten in einer zuckerhaltigen Ingwer-Kokosmilch-Glasur wenden und erneut grillen, bis der Zucker karamellisiert ist. Weitere vegetarische Grill­rezepte finden Sie im Buch Sehr gut vegetarisch grillen. Es ist im Verlag der Stiftung Warentest erschienen, hat 208 Seiten und kostet 24,90 Euro (20,99 Euro PDF-Download).

Link zur Homepage:

https://www.test.de/Fleischlos-grillen-Vegetarische-und-vegane-Rezepte-fuer-den-Grillabend-4852619-0

Die Lüge vom Richtigen

05-Jul-15

Mr. Right, wo versteckst du dich? Viele Frauen suchen verzweifelt ihren Traummann. Dabei ist schon der Versuch, den Richtigen zu finden, der falsche Weg zum Liebesglück.

 

Es gibt gefühlt hunderte Regalmeter mit Liebes-Ratgebern. Sie tragen Titel wie „Von der Kunst, den Richtigen zu finden“ oder „Dieses Mal klappt es aber wirklich – echt jetzt: Wie sie Mr. Right erobern und halten“ (ok, der war erfunden). Frauen lesen diese Bücher.

Warum? Weil sich von Kleinmädchenzeiten an ein Gedanke tief ins kollektive Frauen-Bewusstsein eingebrannt hat: Dass er irgendwo da draußen ist. Unter all den Bindungsphobikern, Womanizern, Fröschen und Machos. Der eine Mann, der nur für uns geschaffen ist. Der Einzige. Der Richtige.

Das Versprechen: Wer ihn findet, wird glücklich. Für immer selbstredend – mit weniger geben wir selbstbewussten, emanzipierten Frauen von heute uns nicht zufrieden. Die Idee vom Richtigen unterstellt ganz nebenbei, dass man alle Verantwortung für sein Liebesglück abgeben kann. Wenn es nicht klappt, war es halt einfach der Falsche.

Auch der Richtige ist kein perfekter Mensch

Interessanterweise kann aus einem anfangs Richtigen ganz schnell der Falsche werden. Denn auf die Hochphase der Verliebtheit folgt irgendwann zwangsläufig die Desillusionierung. Eine schmerzhafte Zeit, wenn man erkennen muss: Dem Anderen wachsen auf dem Rücken überraschenderweise doch Haare statt Engelsschwingen. Er geht unverschämterweise auch eigenen Interessen nach. Man hat ihn sogar schon einmal mies gelaunt erlebt, verdammt!

Jetzt zeigt es sich, ob wir uns nur in ein idealisiertes Bild vom Anderen verliebt haben oder ob wir akzeptieren, dass auch der Richtige kein perfekter Mensch ist.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die erste „Liebesbeziehung“ unseres Lebens – die zu unseren Eltern, so die Paartherapeutin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch „Liebe machen – Wie Beziehungen wirklich gelingen“. Heißt: Wir fühlen uns zu Typen hingezogen, die so humorvoll sind wie unser Vater. Aber auch andersherum wirkt diese Projektion. Er sollte auf keinen Fall so herrisch sein wie unsere Mutter.

Zu hohe Erwartungen

All diese Dinge sind uns nicht bewusst. Dennoch können sie weitreichende Folgen haben, denn: „Wir versuchen unser Leben lang, alte Wunden zu versorgen – und das gelingt nur mit Menschen, die an ihnen rühren“, so Sandra Konrad. Kurz gesagt: Was man von Vater und Mutter nicht genug bekam, soll dann der Traummann ausbügeln. „Wir hoffen auf ein Happy End“ – mit dem Richtigen.

Das Ergebnis ist bekannt: Viele Frauen stecken in einer nicht enden wollenden Wiederholungsschleife von Ver- und Entlieben. Sie werden zu so genannten seriellen Monogamisten. Bei jedem neuen Mann hoffen sie, dass es dieses Mal der Richtige ist.

Paartherapeutin Konrad hat darauf eine so einfache wie überzeugende Antwort: Den einen Richtigen gibt es nicht, es gibt viele potentiell Richtige. „Idealerweise können wir mit unserem Partner wachsen“, sagt Sandra Konrad. Das heißt auch: Ihm Schwächen zugestehen und ihn nicht zu einem unrealistischen Traummann idealisieren, der in jeder Situation immer alles richtig macht.

 

Originalbeitrag lesen:

www.brigitte.de/liebe/beziehung

Deklaration von Lebens­mitteln: Wo Himbeeren drauf sind, müssen auch Himbeeren drin sein

29-Jun-15

Auf der Verpackung von Lebens­mitteln dürfen Anbieter keine Zutaten abbilden, die nicht in dem Produkt enthalten sind – auch nicht, wenn sich das Fehlen aus der Zutaten­liste ergibt. So entschied jetzt der Europäische Gerichts­hof (EuGH). Er gab damit dem Verbraucherzentrale Bundes­verband Recht, der wegen eines aromatisierten Früchte­tees gegen die Firma Teekanne geklagt hatte. Auch die Stiftung Warentest hat stets ein kritisches Auge auf die Deklaration von Lebens­mitteln und bewertet irreführende Kenn­zeichnung negativ. test.de erklärt das neue Urteil und zeigt, welche Produkte in den Lebens­mittel-Tests vergangener Jahre für das Abbilden nicht enthaltener Zutaten abge­wertet wurden.

Der Fall Teekanne

Grund für das aktuelle Urteil des EuGH ist eine Klage des Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) gegen die Firma Teekanne aus dem Jahr 2011 vor dem Land­gericht Düssel­dorf. Der Hersteller hatte damals den aromatisierten Früchtetee „Felix Himbeer-Vanille-Abenteuer“ verkauft, auf dessen Vorderseite der Verpackung neben der Bilder­buch­figur Felix, dem Hasen, auch Himbeeren und Vanilleblüten abge­bildet waren. In der klein­gedruckten Zutaten­liste auf der Rück­seite waren beide aber nicht aufgeführt – das Produkt enthielt weder natürliche Bestand­teile von Vanille noch von Himbeeren. Die Aufmachung des Tees sei irreführend und werde auch durch das korrekte Zutaten­verzeichnis nicht ausreichend korrigiert, entschied jetzt der EuGH. Wichtige Folge des Urteils: Die Aufmachung eines Lebens­mittels darf dem Zutaten­verzeichnis nicht wider­sprechen und selbst­verständlich muss drin sein, was beworben wird.

Kenn­zeichnung darf nicht irreführen

In puncto Deklaration vertritt auch die Stiftung Warentest die Auffassung: Was abge­bildet ist, muss auch drin sein. Denn der Kunde orientiert sich vor allem an dem, was er auf der Packung sieht, und trifft danach seine Kauf­entscheidung. Ein Lebens­mittel darf weder die Gesundheit des Verbrauchers gefährden, noch darf es irreführend gekenn­zeichnet sein. Die seit Ende 2014 gültige Lebens­mittel­informations­ver­ordnung regelt die Kenn­zeichnung von Lebens­mitteln auf europäischer Ebene. In Artikel 7 Absatz 1 a) heißt es dort:
„Informationen über Lebens­mittel dürfen nicht irreführend sein, insbesondere in Bezug auf die Eigenschaften des Lebens­mittels, insbesondere in Bezug auf Art, Identität, Eigenschaften, Zusammenset­zung, Menge, Halt­barkeit, Ursprungs­land oder Herkunfts­ort und Methode der Herstellung oder Erzeugung.“

So bewertete die Stiftung Warentest

Die Tester der Stiftung Warentester kritisieren regel­mäßig Lebens­mittel, bei denen die Verpackung mehr verspricht als der Inhalt zu bieten hat. Jüngstes Beispiel: Im Test von Schokoladeneis (test 5/2015) waren auf einem Produkt Schoko­laden­stück­chen auf dem Becher abge­bildet. Zusätzlich wurde es als „mit Schokolade“ beworben. Laut Zutaten­verzeichnis und Analyse enthielt das Eis aber nur Kakao. Es erhielt deswegen die Note mangelhaft in der Deklaration. Ähnliche Wider­sprüche fielen im Test Wässer mit Geschmack (test 05/2013) auf: So waren die meisten Produkte mit Abbildungen reifer, appetitlicher Früchte aufgemacht. Doch viele enthielten nur ein individuelles Kunst­aroma.

Drauf aber nicht drin: Verbraucher­täuschung

Das entspricht nicht den aktuellen Leitsätzen für Erfri­schungs­getränke. „Natur­getreue Abbildungen“, heißt es dort, werden „nur dann verwendet, wenn Frucht­saft und/oder Frucht­mark enthalten sind.“ Leitsätze sind keine Rechts­vorschrift, sie beschreiben aber den redlichen Handels­brauch und das, was der Verbraucher erwarten kann. Er erwartet Frucht, wenn sie abge­bildet ist. Ist sie drauf, aber nicht drin, ist das Verbraucher­täuschung. Die Produkte kommen durch zugesetztes Aroma auf den Geschmack. Im Test von Vanilleeis (test 06/2009) stießen die Tester auf mehrere Produkte, die zwar Vanilleschoten und/oder -blüten auf der Packung zeigten. Tatsäch­lich enthielten sie aber synthetisches Vanillin. Die Folgen: mangelhaft für Aroma, Deklaration und im test-Qualitäts­urteil. Einen Über­blick über Deklarations­verstöße der Lebens­mittel-Tests zwischen 2008 und 2010 bietet der Artikel Etikettenschwindel (test 02/2011).

Erstmalig veröffentlicht auf:

www.test.de/Deklaration-von-Lebensmitteln-Wo-Himbeeren-drauf-sind-muessen-auch-Himbeeren-drin-sein-4862239-0

Pornos gucken mit dem Partner: So viele Frauen tun es

07-Jun-15

Experten fanden heraus, wie viele Frauen Pornos gucken, Vibratoren nutzen, Fesselspiele mögen – und ob es wirklich einen vaginalen Orgasmus gibt.

 

Interessant: Frauen sind beim Sex experimentierfreudiger geworden als noch vor zehn Jahren – aber legen auch mehr Wert auf Treue in der Beziehung. Das sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Instituts für Sexualforschung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, die diese Woche beim Spiegel veröffentlicht wurden. Fast zehntausend Studentinnen wurden über Jahre hinweg ausgiebig zu ihrem Sexleben befragt. Das klare Ergebnis: In den letzten 20 Jahren haben Frauen eindeutig mehr Selbstbewusstsein beim Sex entwickelt und haben keine Scham, das für sich einzufordern, was ihnen Lust macht.

Blümchensex war gestern – die Fakten der Studie im Überblick

  • 44 Prozent der befragten Frauen gucken gemeinsam mit dem Partner Pornos (vor 20 Jahren nur 29 Prozent).
  • 38 Prozent benutzen einen Vibrator (vor 20 Jahren noch 11 Prozent).
  • 36 Prozent probieren Fesselspiele – oft bleibt es aber trotz „Shades of Grey“ nur beim einmaligen Versuch (vor 20 Jahren: 18 Prozent).
  • 20 Prozent verbinden den Sex mit anregenden Rollenspielen (vor zwanzig Jahren machten das nur 11 Prozent).
  • 47 Prozent gaben an, „mehr als sechs Geschlechtspartner“gehabt zu haben (weniger als noch 1981, wo der Wert bei 61 Prozent lag)
  • 85 Prozent verlangen vom Partner absolute Treue (vor zwanzig Jahren noch 69 Prozent)
  • 8 Prozent haben den aktuellen Partner schon einmal betrogen (vor zwanzig Jahren noch 34 Prozent).

„Den vaginalen Orgasmus gibt es nicht“

Auch interessant: Laut Experten vom Italienischen Zentrum für Sexualforschung in Bologna ist nicht nur der G-Punkt eine Illusion – auch den vaginalen Orgasmus gibt es nicht. Viele Frauen mögen beschwören, so einen Orgasmus selbst erlebt zu haben, Ursache des vaginalen Orgasmus ist trotzdem die Klitoris, wenn auch über einen Umweg: Selbst, wenn sie beim Sex nicht primär stimuliert wurde, ist die Klitoris dank Mitarbeit des „erektilen Gewebes um die Scheide“ beteiligt und führt so zum Höhepunkt.

Wie „vermessbar“ ist die Lust?

Klar, hundertprozentig sicher ist natürlich nichts davon – die Sexualforschung ist halt keine Atomphysik, bei der jede Kleinigkeit messbar ist und in nackten Zahlen festgehalten wird. Der G-Punkt wird mit Sicherheit weiter unter Forschern umstritten bleiben, und trotz der anatomischen Erkenntnisse aus Bologna wird wohl auch der vaginale Orgasmus weiter diskutiert werden (von der Frage, ob jetzt Frauen „squirten“ können oder nicht, ganz zu schweigen).

Entscheidender an diesen Forschungsergebnissen ist: Frauen kennen ihren Körper und ihre Bedürfnisse besser als je zuvor und haben auch keine Scham mehr, ihre Wünsche beim Partner direkt anzusprechen. Direkte Kommunikation ist und bleibt das beste Mittel für guten Sex.

Und wir haben gelernt: Auch der tollste Sex kann in der Beschreibung mit Formulierungen wie „erektiles Gewebe um die Scheide“ plötzlich wahnsinnig unsexy wirken.

 

Entdeckt auf:

www.brigitte.de/liebe/sex-flirten/vaginaler-orgasmus-1245118/

Studenten-Spezial: Studium ohne Abitur? Nur zu!

05-Jun-15

Um studieren zu dürfen, kann man das Abitur immer häufiger streichen.

Studieren ohne Abitur oder Fachabitur? Natürlich geht das. Mehr noch: Die wesentlichen Zahlen auf diesem Gebiet steigen durchweg, wie das „Centrum für Hochschulentwicklung“ (CHE) aus Gütersloh ermittelt hat. Auch ohne Uni-Eintrittsschein – formal: schulische Hochschulzugangsberechtigung – fänden immer mehr Menschen einen Weg zu akademischer Bildung, die vom Statistischen Bundesamt ermittelten 45.900 Studenten ohne Abitur für das Jahr 2013 seien jedenfalls ein Rekordwert.

 

Alles in allem habe sich diese Zahl seit dem Jahr 2007 nahezu verdreifacht, und auch der Anteil an der Gesamtzahl deutscher Studenten von knapp 1,8 Prozent sei noch nie so hoch gewesen. Was die Zahl der Studienanfänger und Absolventen betrifft, ergibt sich das gleiche Bild: 13.200 Novizen im Referenzjahr seien ein bislang unerreichter Wert. Und 4400 Hochschulabschlüsse bedeuteten, dass einer von hundert Absolventen in Deutschland ein Student ohne Abitur oder Fachhochschulreife gewesen sei.

Lieferten die Statistiker die Zahlen, so nannte das CHE auch einige Leuchttürme dieses dritten Bildungsweges, der ja seit langem die Kluft zwischen beruflicher und akademischer Bildung verkleinern soll. Das sind jene Hochschulen, die bei den Anfängerzahlen auf dreistellige Werte kommen – also zum Beispiel die Hochschule für Oekonomie und Management in Essen (943), die Steinbeis-Hochschule Berlin (533), die Diploma Hochschule Nordhessen (508), die Fachhochschule Südwestfalen (364), die HFH Hamburger Fern-Hochschule (303), die Duale Hochschule Baden-Württemberg (269), die Universität Hamburg (254), die Hochschule Koblenz (224), die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (184), die Fernhochschule Darmstadt (154), die Europäische Fernhochschule Hamburg (153), die Hochschule Wismar (118) und die Universität Mainz (108).

Mehr zum Thema

Gewissermaßen außer Konkurrenz lief die Fernuniversität Hagen, die mit mehr als 2600 Anfängern ohne Hochschulzugangsberechtigung unerreicht ist – wie in den Jahren zuvor schon, sei das sogenannte Long-Distance-Learning doch unverändert attraktiv. Es gebe aber längst in allen Bundesländern und auf jeder Form der Hochschule Studienangebote, mehr als 6000 in ganz Deutschland. Die Möglichkeiten hätten sich seit dem Jahr 2009 deutlich verbessert. Wer die Voraussetzungen für eine Zulassung mitbringt – mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufserfahrung -, hat also die Wahl.

Wie sie meistens ausfällt, ist inzwischen auch bekannt: 57 Prozent der Anfänger entschieden sich für eine Fachhochschule, 42 Prozent für eine Universität, 1 Prozent begann, an einer Kunst- oder Musikhochschule zu studieren. Noch bunter ging es bei den Studiengängen der Erstsemester zu. 46 Prozent landeten bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 16 Prozent bei Sprach- und Kulturwissenschaften, 15 Prozent bei Ingenieurwissenschaften, 10 bei Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, 10 Prozent bei Mathematik- und Naturwissenschaften.ögliche Quellen: Mama und Papa, ein Nebenjob, das Bafög oder eine Bank. Da heißt es, gut jonglieren und knapp kalkulieren. 

 

Original-Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance

Kiel: Falsche Lehrerin steht wegen Betrugs vor Gericht

05-Jun-15
  • Eine Frau arbeitet mehr als zwei Jahrzehnte als Lehrerin, wird sogar verbeamtet – alles dank gefälschter Zeugnisse.
  • Nun steht die 50-Jährige vor Gericht, ihr wird Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.
  • Bei einer Verurteilung droht der Frau eine Haftstrafe. Mehrere Bundesländer fordern bereits Rückzahlungen unrechtmäßig erhaltener Bezüge in sechstelliger Höhe von ihr.

Vermutliche Hochstaplerin steht in Kiel vor Gericht

Eine ehemalige Beamtin, die nach der Wiedervereinigung als falsche Lehrerin etwa zwei Jahrzehnte in mehreren Bundesländern unterrichtet haben soll, muss sich seit Mittwoch vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft der alleinstehenden Mutter Betrug und Urkundenfälschung vor. Demnach erschlich sich die Frau mit gefälschten Papieren Lehrer-Anstellungen und Verbeamtung. Nach Angaben ihrer Verteidigerin will sich die 50-jährige Angeklagte aus Wismar erstmals zu den Vorwürfen äußern. „Wenn etwas dran ist, will sie reinen Tisch machen“, sagte die Verteidigerin.

Das Gericht will an drei Verhandlungstagen mehrere Zeugen hören. Zum Prozessauftakt ist auch der Schulleiter aus Mölln als Zeuge geladen, durch dessen Initiative sie aufgeflogen war. Außerdem wird ein psychiatrischer Gutachter zur Frage der Schuldfähigkeit der Frau Stellung nehmen. Das Urteil wird Mitte Juni erwartet. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe.

Trotz Ermittlungen gegen sie fand die Frau eine neue Stelle

Der neue Direktor am Möllner Gymnasium hatte 2010 die Schulaufsicht eingeschaltet. Er war wegen der mangelnden Leistungen der Frau misstrauisch geworden, die im Widerspruch zu ihren angeblich guten Abschlüssen standen. Die Kieler Staatsanwaltschaft begann zu ermitteln. Ende 2012 wurde die Angeklagte suspendiert, Anfang 2013 wurde die Ernennung zur Beamtin zurückgenommen.

Schule Das mussten bayerische Abiturienten 2015 wissen

Die schriftlichen Abiturprüfungen gingen in Bayern am Freitag zu Ende. Lesen Sie hier, was die Schüler wissen mussten – von Mathematik über Geschichte bis Kunst.

Doch trotz der öffentlich erhobenen Vorwürfe und Ermittlungen gelang es der Frau, in den Schuldienst nach Mecklenburg-Vorpommern zu wechseln. Dort soll sie 2013 an zwei Schulen bei Schwerin unterrichtet haben. Erst durch einen Hinweis der Ermittler an die Schulbehörden wurden auch dort Überprüfungen in Gang gesetzt. Sie soll daraufhin einen Auflösungsvertrag unterschrieben haben.

Aus DDR-Staatsbürgerkunde wird Sozialkunde

Ihr Lehrer-Diplom soll die 50-Jährige 1990 erworben haben – in den Fächern Deutsch und der als Propagandafach geltenden DDR-Staatsbürgerkunde. Um nach Wende und Wiedervereinigung als Lehrerin übernommen zu werden, soll sie daraus Sozialkunde gemacht haben. Zudem fälschte sie laut Anklage ihre Staatsexamina. Erstmals soll sie 1991, da war sie Mitte 20, in Wolgast in Vorpommern unterrichtet haben. Medienberichten zufolge fielen angeblich dort bereits Unstimmigkeiten in ihren Papieren auf. Sie sei deswegen 1995 in den Schuldienst nach Brandenburg gewechselt, dann nach Berlin, wo sie auch verbeamtet wurde.

Die Angeklagte, die nach Angaben ihrer Verteidigerin über kein eigenes Einkommen verfügt, sieht sich hohen Rückzahlungsforderungen gegenüber. Das Land Schleswig-Holstein verlangt nach Angaben des Bildungsministeriums seit Ende 2013 die Rückzahlung der Beamtenbezüge. Die Besoldung seit dem 1. August 2008 sei ohne Rechtsgrundlage erfolgt. Bisher gebe es aber noch keinen Zahlungseingang, sagte eine Sprecherin. Nach Medienberichten fordert das Land etwa 200 000 Euro zurück. Auch andere Bundesländer sollen zu Unrecht gezahlte Bezüge wieder einfordern – angeblich insgesamt weitere 80 000 Euro.

Linktipp: Die Kollegen von Zeit Online haben den kompletten Werdegang der angeklagten Frau nachvollzogen.

 

Original:

http://www.sueddeutsche.de

Schule in Frankreich: Sprachlose Freunde

03-Jun-15

Per Bildungsreform ruiniert die sozialistische Regierung den Deutschunterricht an Frankreichs Mittelschulen. Ein Rückschlag für die deutsch-französische Freundschaft.

Kommentar von Christian Wernicke

Es hat viele Ursachen, dass Deutsche und Franzosen einander nicht immer begreifen. Ein Grund für manches Missverständnis ist der übertriebene Respekt vor der Sprache des anderen: Man würdigt das Idiom des Nachbarn als hohes Kulturgut – nur lieben tut man es nicht. Die Sprache des jeweiligen Erz-Freundes macht vielen Angst: Die einen schreckt die Grammatik, die anderen hadern mit dem harten respektive weichen Klang. Französisch wie Deutsch gelten als schwer, ja als elitär. Lieber lernt man Englisch. Oder Spanisch.

In Frankreich lässt sich nun die Politik von diesem Zerrbild leiten. Im Rahmen einer Bildungsreform will die sozialistische Regierung an den Mittelschulen jene zweisprachigen Klassen und Europa-Sektionen abschaffen, die das Rückgrat fast allen Deutschunterrichts bilden. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem betrachtet Spezialkurse als Bastionen für Kinder aus privilegiertem Haus und will sie, im Namen der Gleichheit, abschaffen.

Kein Argument scheint zur Frau Ministerin durchzudringen. Praktiker verweisen auf Erfahrungen, dass die zweisprachigen Schulformen auch Kinder aus benachteiligten Banlieues voranbringen. Experten mahnen, ein Ruin des Deutschen an den Schulen der Republik werde – per Flucht auf private Lehranstalten – die Ungleichheit verschärfen. Für die deutsch-französische Freundschaft ist diese Reform allemal ein Rückschlag.

Französischunterricht in der Schule „Wir müssen Schüler anfixen“

Irgendwie nicht sexy, außerdem ernst und schwierig: Das schlechte Image ist nur einer der Gründe, wieso die Lust an der französischen Sprache bei Deutschlands Schülern stetig nachlässt.

 

Homepage:

http://www.sueddeutsche.de/bildung/

Älteres iPhone für die Tochter, aber bitte mit neuem Akku!

21-Mai-15

Bei der täglichen Organisation im Familienleben gibt es fast täglich Probleme zu lösen, zu trösten oder Termine zu managen. Ein ganz großes Thema ist bei uns wie bei so vielen anderen Familien Computer und Smartphones. Durch die immer 2 Jahre laufenden Verträge mit einem Telekommunikationsunternehmen bekommt man alle 2 Jahre ein neues Smartphone, wenn man will. Und irgendwie macht man es halt dann, weil man will ja auf dem neuesten Stand bleiben. Dieser Fall ist kürzlich in unserer Familie eingetreten. Der Vertrag meines Mannes lief aus und er verlängerte ihn um 2 weitere Jahre und bestellte sich ein iphone 6 dazu. Nun hatte er allerdings noch das iPhone 5, nur 2 Jahre alt.

Wir überlegten, ob wir es verkaufen sollten, die Gebrauchtpreise für relativ aktuelle iphones sind erstaunlich hoch. Auf der anderen Seite berichtete unsere 10-jährige Tochter, dass fast alle Klassenkameraden ein Smartphone besitzen würden und sie mit dem alten Samsung Galaxy mini schon ziemlich eingeschränkt sei. Ich verstand nicht wirklich, warum jetzt eine 10-jährige unbedingt ein relativ aktuelles Smartphone braucht, mein Mann hatte da mehr Verständnis, na ja, es ist auch das Nesthäkchen und die einzige Tochter. Nun denn, wir entschieden, dass sie also das ausgemusterte iPhone 5 meines Mannes bekommen sollte. So geschah es dann auch. Als das neue iPhone 6 eingetroffen war, bekam sie das alte Handy meines Mannes. Zuerst war die Freude groß, allerdings wurde diese ein wenig eingetrübt, als sie feststellen musste, dass der Akku des iPhones 5 schon ziemlich schwach war. Meinem Mann fiel das nie auf, weil er ständig eine Lademöglichkeit hat, im Büro, im Auto und natürlich zuhause. Wenn meine Tochter aber den ganzen Nachmittag (in die Schule darf das Handy nicht mitgenommen werden) draußen damit rumspielt, ohne laden zu können, geht dem iPhone ziemlich schnell der Saft aus.
Das konnten auch wir nicht ignorieren, wir hatten auch ein Interesse daran, dass ihr Handy dann auch im Notfall funktioniert. Also musste ein neuer Akku her. Beim iPhone ist es natürlich nicht mehr so, wie bei alten Nokia Handys, dass man den Akku so ohne Weiteres entnehmen und tauschen kann. Da musste ein Fachmann für Smartphones ran, der auch das notwendige Werkzeug hatte, um die Spezialschrauben beim iPhone zu lösen. Diesen fanden wir in Berlin Prenzlauer Berg und der Preis war niedriger, als wir befürchtet hatten. Für 45,00€ inkl. Akku baute uns der nette Servicemann einen neuen Original-Akku ein, ein wirklich fairer Preis. Jetzt wissen wir für die Zukunft, an wen wir uns wenden können, wenn es um die Reparatur eines unserer Smartphones geht und das Töchterchen ist auch glücklich, was will man mehr?

Das erste Mal High-Heels: ein kleiner Ratgeber

12-Mai-15

Nichts macht so schöne und lange Beine wie ein gutes Paar High Heels. Am besten mit ultradünnem Stiletto, besonders zarten Riemchen und in der Gesamtheit mehr ein Hauch von Nichts als ein Schuh. Doch wie um Himmels Willen soll frau auf so etwas laufen können? Ein Crash-Kurs zum Laufen auf High Heels.

Welcher Schuh passt zu mir?

Um auf einem Paar High Heels gut laufen zu können, ist zunächst von Bedeutung, welche Schuhform und Absatzhöhe gewählt wird. Zu eng sollten die Schuhe nicht sein, da sonst Haltungsschäden drohen. Überlegen Sie sich, welche Art von Schuh zu Ihnen und Ihrem Fuß passt. Zu weite Schuhe fördern aber eher einen schleichenden statt einen schreitenden Gang. Slingpumps sind daher im Sommer eine gute Wahl. Im Winter oder bereits im Herbst kann ein Paar Stiefel mit Absatz ebenfalls gute Dienste leisten. Bei beiden Schuhformen ist zumindest sichergestellt, dass sich die Trägerin nicht während des Laufens in Cinderella verwandelt und einen Schuh zurück lässt. Ist der richtige Schuhe gefunden heißt es: üben, üben, üben.

Nach dem Schuh ist vor dem Schuh

Während des Tragens und im Anschluss an die Verwendung von High Heels ist es besonders wichtig, auf die richtige Pflege der Füße und ihre größtmögliche Schonung zu achten. So sollten High Heels mit einem zusätzlichen Gel-Polster ausgestattet werden. Diese verhindern Druckstellen und entlasten sowohl Ballen als auch Fersen. Ein angenehmeres Tragegefühl wird so hergestellt. Nach dem ausziehen der high Heels sollten die Füße entsprechend gepflegt werden. Ein anti-Blasen Stift mit Hirschhorntalg verhindert die Entstehung, während kühlende Gels und spezielle Pflaster hilfreich sind wenn bereits entstandene Blasen zu versorgen sind. Mehr Informationen zur Blasen-Behandlung – siehe auch unter Hansaplast.de.

Nicht nur der Schuh zählt!

Um High Heels tragen und trotzdem einen grazilen Gang aufweisen zu können, ist die richtige Pflege und Vorbereitung nötig. So muss zunächst ein passendes Paar gefunden werden, das verhältnismäßig bequem sitzt. Cremes zur Behandlung von Blasen und Gel-Polster helfen zudem, Verletzungen vorzubeugen, bzw. diese zu behandeln.

 

Zur Anbieter-Website:

www.trendigemode.de

Bezahlst Du heute?

12-Mai-15

Wenn wir frisch verliebt das Leben genießen, spielt Geld keine Rolle. Nicht mehr ganz so frisch verliebt, gibt es plötzlich genau darüber Streit. Warum fällt es Paaren so schwer, mit Geldfragen entspannt umzugehen?

Feierabend. Er kommt nach Hause, ruft schon in der Tür „Hallo!“ und eilt in die Küche.

Er: „Überraschung!“
Sie: „Aha?“
Er: „Ich habe endlich ein Hotel gefunden, sogar mit Privatstrand!“
Sie: „Hm.“
Er: „Ich weiß, das klingt bisschen schick, aber es hat Vorteile mit den Kindern!“
Sie: „Ehrlich gesagt, finde ich so ein Hotel zu teuer.“
Er: „Aber wir können es uns doch gerade leisten!“
Sie: „Wir? Du vielleicht. Ich könnte mir so ein Hotel nicht leisten!“
Er: „Aber – es ist doch unser Geld!“

Sie rollt mit den Augen, seufzt und verlässt die Küche.

Später am Abend sitzt das Paar wieder zusammen in der Küche. Sie verschluckt ein paar Tränen, die ihr peinlich wären. Er ist sehr still. Sie sehen sich an und blicken in ratlose Gesichter. Eigentlich sind sie doch glücklich. Auch nach zehn Jahren noch. Wieso streiten sie plötzlich über die Kosten eines Urlaubs, den sie sogar finanzieren könnten, weil es das gemeinsame Konto hergibt? Früher haben sie über Geld so gut wie nie gesprochen, geschweige denn gestritten. Was ist passiert?

Paare finden sich heute ohne Zwang. Die meisten gehen eine feste Beziehung ein, weil sie sich lieben. Geld hat bei dieser Entscheidung nach unserem vorherrschenden Verständnis nichts mehr verloren. Sobald zwei Liebende jedoch in eine gemeinsame Wohnung ziehen oder Kinder bekommen, wird aus dem Paar unweigerlich ein Haushalt. In guten wie in wirtschaftlich schlechteren Zeiten. Und plötzlich ist Geld ein Thema, auf das niemand vorbereitet war.

Nido-Autorin Susanne Lang fragt im Titelthema der aktuellen Ausgabe, ob Geld am Ende doch die Liebe kaputt macht. Und ob die vielen Streits über finanzielle Angelegenheiten nicht eigentlich eine andere Ursache haben, nämlich den nach wie vor schlechten Stand der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen.

 

Ursprünglich veröffentlicht:

www.nido.de/artikel

Schneller Spargel schälen – 6 Tipps

05-Mai-15

Kaum geht die Spargelsaison wieder los, stapeln sich die Kisten mit dem edlen Gemüse in der Küche. Jetzt heißt es schnell sein.

Spargel schälen war früher reine Chefsache. Die Gefahr, dass noch Schalenreste am Spargel zurückblieben, war einfach zu groß. Der volle Genuss von Spargel entfaltet sich nur, wenn er auch wirklich frei von Schale ist.  Heutzutage gibt es Spargel oft schon geschält zu kaufen.

Wenn Ihr jedoch den Spargel selbst schält, findet Ihr in diesem Artikel ein paar Tipps, wie es vielleicht etwas besser und schneller geht.

Hier sind ein paar Tipps zum schnellen Spargel schälen:

  • Arbeitsplatz aufbauen

    Bevor Ihr mit dem Spargel schälen anfängt solltet Ihr Euren Arbeitsplatz richtig aufbauen. Für Rechtshänder heißt das: Die Spargelkiste kommt nach links, in die Mitte gehört eine große, flache Wanne und nach rechts kommt die Wanne für den geschälten Spargel (bei Linkshändern einfach spiegelverkehrt aufbauen). Zusätzlich braucht Ihr noch ein Handtuch, ein kleines Gefäß mit Wasser und natürlich einen scharfen Spargelschäler.

  • Spargel wässern

    Auch frischer Spargel sollte vor dem Schälen kurz gewässert werden. So lässt er sich leichter schälen.

  • Spargelschäler wässern

    Nicht nur der Spargel, sondern auch der Spargelschäler sollten feucht gehalten werden. Dadurch gleitet der Schäler besser durch den Spargel und durch das regelmäßige eintauchen ins Wasser werden auch die Spargelschalen, die im Schäler hängen bleiben, ausgewaschen.

  • Handtuch verwenden

    Manche reagieren auf den Saft vom Spargel mit einem leichten Hautausschlag. Dem kann man mit einem Handtuch auf dem Unterarm vorbeugen. Während dem schälen schützt das Handtuch auch vor Verletzungen durch den Spargelschäler.
    Wer auf den Spargelsaft reagiert sollte sich das Video ansehen. Da gibt es einen weiteren einfachen Tipp, damit der Spargel nicht mit der Haut in Berührung kommt.

  • Die Enden abschneiden

    Aus meiner Erfahrung geht es schneller, wenn man die Spargel-Enden erst zum Schluss abschneidet. Dadurch kommt man nicht aus dem Rhythmus und kann zum Schluss mehrere gleichzeitig abschneiden.

  • Eine Spargel-Schnell-Schälwette

    Nichts lässt Köche schneller Spargel schälen, als ein Wett-Schälen. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Schnelligkeit an, sondern auch, dass der Spargel sauber geschält ist. Den Gewinn kann man ja vorher absprechen.

Habt Ihr weitere Tipps, wie man dieses edle Gemüse schneller von seiner Schale befreit, schreibt es in die Kommentare.

 

 

Erstmals erschienen auf:

www.hoga-pr.de

Energiesparhäuser – Öko-Häuser: Energie gespart, aber Asthma bekommen

05-Mai-15

München – Auf so eine Studie haben Öko-Kritiker seit langem gewartet: Energiesparhäuser erhöhen das Risiko für Asthma, wie Forscher vom Europäischen Zentrum für Umwelt und menschliche Gesundheit an der Universität Exeter kürzlich in einer Studie in „Environmental International“ publiziert haben.

Öko und Asthma

Richard Sharpe und sein Team hatten Daten von 777 Einwohnern und ihren Häusern in Cornwall analysiert. Wie energiesparend ein Haus war, maßen sie anhand der Standard Assessment Procedure (SAP), ein von der britischen Regierung empfohlenes System zur Einschätzung des Energieverbrauches.

Damit werden die jährlichen Kosten für Heizen, Strom und Ventilation sowie die CO2-Emissionen berechnet. Die SAP-Skala reicht von eins bis hundert, wobei hundert ein extrem energiesparendes Haus bedeutet. Je höher die SAP, desto häufiger waren die Bewohner im Jahr zuvor wegen Asthma beim Arzt, und desto öfter nahmen sie Asthmamedikamente.

Bei einer SAP von mehr als 70 war das Risiko doppelt so groß wie bei einer SAP von 24 bis 60. „Die Leute isolieren wie wild und bauen absolut undurchlässige Fensterdichtungen, aber sie ändern ihre Lüftungsgewohnheiten nicht“, sagt Dennis Nowak, Umweltmediziner am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

„Sie vergessen, dass der Mensch durch Atmung, Schwitzen, Kochen und Duschen gut zwei Liter Flüssigkeit pro Tag an die Raumluft abgibt. Bei einer vierköpfigen Familie entspricht das locker einem großen Eimer Wasser.“ Würden dann die Bewohner nicht lüften, sagt Nowak, steige die Luftfeuchtigkeit an, was das Wachstum von Schimmelpilzen und Milben begünstige.

Umwelt als Feind

Doch energiesparende Häuser erklären die Anfälligkeit für Asthma nur zum Teil. „Asthma entsteht durch ein kompliziertes Wechselspiel vieler Faktoren, Schimmelpilze und Hausstaubmilben sind nur zwei mögliche“, sagt Ioana Agache, Expertin für Asthma bei der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie (EAACI).

Die Vererbung beeinflusst, wie empfindlich die Atemwege auf Reize aus der Umwelt reagieren. Ob Asthma ausbricht, hängt vermutlich von diesen Reizen ab. „Am besten nachgewiesen ist, dass Zigarettenrauch Asthma begünstigt“, sagt Agache, „und zwar aktives und passives Rauchen.“

Auch Allergien auslösende Stoffe wie Pollen, Tierhaare, Chemikalien oder Medikamente sind häufig für Asthma mitverantwortlich. „Es ist problematisch, sich – wie es in dieser Studie gemacht worden ist – nur auf einen oder zwei Risikofaktoren zu fixieren. Man muss immer die komplexe Entstehungsgeschichte berücksichtigen“, sagt Agache.

Frage nach ursächlichem Zusammenhang

Die Studie habe außerdem die Schwäche, dass die Forscher zu wenige konkrete Fragen gestellt hätten, sagt Armin Schuster, Biologe am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene an der Uniklinik in Freiburg. „So konnten sie nur eine Assoziation feststellen. Über einen ursächlichen Zusammenhang sagt das noch nichts aus.“

Dafür hätten sie fragen müssen, ob nach Einzug in ein Energiesparhaus oder nach einem Umbau mehr Menschen erkrankt seien oder ob sich bei bereits an Asthma Erkrankten in solchen Gebäuden die Krankheit verschlimmert habe.

Andere Daten deuten allerdings auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Raumluft und Asthma hin: Wissenschafter aus den USA und aus Thailand bestätigten gerade mit einer umfangreichen Analyse von 69 Studien, dass Feuchtigkeit Asthma verschlimmert, vermutlich bedingt durch Milben und Schimmelpilze.

Stoßlüften als Lösung

„Man kann das Asthmarisiko ganz einfach senken“, sagt Schuster, „indem man mehrmals täglich stoßlüftet, die Wohnung gleichmäßig heizt und keine Luftbefeuchter benutzt.“ Gegen Milben hilft, wenn man die Wohntemperatur eher kühl und trocken einstellt, regelmäßig putzt und bei Milbenallergie Schutzüberzüge für Matratzen, Kissen und Betten verwendet. Verzichtet man zudem auf das Rauchen, tut man Lungen und Blutgefäßen etwas Gutes.

Neubauten sollten nicht bezogen werden, bevor Beton, Zement und Estrich richtig ausgetrocknet sind, rät Schuster. Denn manchmal entsteht während des Bauens Schimmel – etwa wenn Fenster im Winter geschlossen waren. „Gut isolierte Neubauhäuser sind in Ordnung, solange die Bewohner regelmäßig lüften„, sagt Umweltmediziner Nowak. „Aber wenn ein zugiger Altbau isoliert wird und man sich wie zuvor verhält, treten Probleme auf – so sicher wie das Amen in der Kirche.“ (Felicitas Witte, DER STANDARD, 18./19.4.2015)

 

Adresse der Quelle:

derstandard.at/2000014459724/Oeko-Haeuser-Energie-gespart-aber-Asthma-bekommen

Fotostrecke: Käsekuchen – die besten Rezepte

04-Mai-15

Käsekuchen mit Amarenakirschen

Dieser Käsekuchen wird mit Kirschen verfeinert. Die Grundlage ist ein Kakao-Mürbteig, obendrauf kommen Schichtkäse und Mascarpone. Zum Rezept: Käsekuchen mit Amarenakirschen

Was macht den Käsekuchen zum Käsekuchen?
Klar, ohne Butter, Zucker, Eier, Mehl als Grundlage geht nichts. Aber schon bei der Käsemasse, die dem Käsekuchen seinen Namen verleiht, scheiden sich die Geister: Sie kann aus Schichtkäse gemacht sein, aus Mascarpone oder Ricotta. In den meisten Fällen ist ein Käsekuchen zwar ein Quarkkuchen – aber selbst bei dem muss man sich zwischen Vollfettstufe, Halbfett- und Magerquark entscheiden.

Auch um den richtigen Teig für Käsekuchen gibt es Glaubenskriege: Die einen schwören auf Käsekuchen mit Keksboden, die anderen bevorzugen ihren Käsekuchen mit Mürbteig, mit Kakao oder ohne. Puristinnen machen ihren Käsekuchen sogar ohne Boden – für den ultimativen, schnörkellosen Käsekuchen-Genuss. Sie würden ihren Käsekuchen nie mit Mandarinen, Streuseln oder Rosinen aufpeppen, wie experimentierfreudigere Bäckerinnen es tun.

So wird die Käsemasse cremig und fluffig
Egal ob raffiniert oder pur: Mit Puddingpulver oder Käsekuchenhilfe lässt sich verhindern, dass die Käsecreme in der Mitte des Kuchens einsinkt. Eischnee macht die Masse locker und cremig. Wer es noch fluffiger mag, hebt geschlagene Sahne unter. Die macht den Käsekuchen aber noch gehaltvoller, als er ohnehin schon ist: Ein Stück Käsekuchen kann es schnell auf 400, 500 Kalorien oder mehr bringen.

Omas Käsekuchen ist der beste
Auch in anderen Ländern ist Käsekuchen beliebt, etwa in Amerika. Die Amerikaner machen ihren Cheesecake mit Doppelrahmfrischkäse – daher ist die Käsemasse kompakter als beim deutschen Käsekuchen üblich.

Die Rezepte für Käsekuchen werden in vielen Familien seit Generationen überliefert. Und die Töchter und Enkelinnen sind sich sicher: Keine backt so einen guten Käsekuchen wie Mama oder Oma. Wer trotzdem mal einem neuen Rezept eine Chance geben will, findet hier köstliche Inspirationen.

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.brigitte.de/rezepte

170 Jahre alter Champagner aus Schiffswrack schmeckt noch

27-Apr-15
  • Ältester Champagner der Welt
  • Er wurde in einem Schiffswrack gefunden
  • „Er war beeindruckend“

Rund 170 Jahre alt und trotzdem noch ein Hochgenuss: Fünf Jahre nach dem Fund des ältesten Champagners der Welt in einem Schiffswrack auf dem Grund der Ostsee vor Finnland haben französische Wissenschaftler diesen chemisch analysiert, verkostet und für sehr gut erhalten befunden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie am Montag in der US-Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Sie geben Einblick in die Herstellungsmethoden und Geschmäcker zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

„Für unsere Analysen haben wir zwei Milliliter benutzt, und ich selbst habe hundert Mikroliter verkostet, also zwei Tropfen“, sagte Philippe Jeandet, Professor für Biochemie der Ernährung an der Universität von Reims und an der Analyse beteiligter Forscher. Die beiden Tropfen aus dem Fund von insgesamt 168 Flaschen in 50 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund wurden ihm demnach mit einer Spritze auf die Hand gegeben, so dass er Geruch und Geschmack testen konnte.

„Tadellos erhalten“

„Es war ein sehr guter Wein, es war beeindruckend“, sagte Jeandet. Dessen Aroma von Tabak und Leder habe er noch lange im Mund behalten. Professionelle Weinkenner, die Proben zur Verkostung bekamen, befanden den Champagner demnach für „sehr jung und frisch mit einer floralen oder fruchtigen Note“. Bei dem im Jahr 2010 geborgenen Champagner handelte es sich laut Korkenaufschrift um die Marken Veuve Clicquot-Ponsardin und Heidsieck sowie um Juglar, die es inzwischen nicht mehr gibt.

„Wir waren wirklich überrascht davon, dass der verkostete Champagner tadellos erhalten war“, sagte Jeandet. Dies gelte sowohl für die chemische Zusammensetzung, die der des heutigen Champagners gleiche, als auch für das Aroma. Lediglich der Gehalt an Essigsäure und Kupfer – letzteres die Folge einer vorbeugenden Behandlung gegen Pilze – sei ein wenig höher gewesen. „Aus gesundheitlicher Sicht gehe ich davon aus, dass die Champagner fast so einwandfrei waren wie heutige Weine“, sagte Jeandet.

Meeresgrund als besonders edle Lagerstätte?

Der Champagner war jedoch mit 150 Gramm Zucker pro Liter – dem Dreifachen von Cola – sehr süß. Die Archive von Veuve Clicquot zeigten allerdings, dass dies dem Geschmack der damaligen Zeit in Frankreich und Deutschland entsprochen habe, sagte Jeandet. Die Lieferung dürfte demnach nicht für Russland bestimmt gewesen sein, wo Champagner mit einem Zuckergehalt von bis zu 300 Gramm getrunken worden sei. Heutige halbtrockene Champagner enthalten etwa 50 Gramm, trockenem Perlwein wird kein Zucker beigegeben.

Einige Hersteller von Champagner gingen auf die Wünsche zahlungswilliger und -kräftiger Kunden hin bereits dazu über, das edle Getränk über längere Zeit bei gleichbleibend kühlen Temperaturen und ohne Lichteinwirkung am Meeresgrund zu lagern. Jeandet hält dies jedoch für übertrieben. Die in der Champagne üblichen dunklen Erdkeller in rund 30 Metern Tiefe mit Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius sind nach seiner Meinung auch für die Zukunft völlig ausreichend.

Originalbeitrag lesen:

www.focus.de

Der Deutsche Brauer-Bund klärt auf: Die zehn bekanntesten Irrtümer über Bier

25-Apr-15

Über kaum ein Getränk kursieren so viele Mythen und Irrtümer wie über Bier. Vom ominösen „Bierbauch“ über das „Sieben-Minuten-Pils“ bis zur Regel „Bier auf Wein“ – der Deutsche Brauer-Bund löst anlässlich des „Tages des deutschen Bieres“ am 23. April zehn der verbreitetsten Irrtümer auf:

1. Bierkonsum führt zum „Bierbauch“
Tatsache ist: Ein Pilsbier zum Beispiel hat weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Apfelsaft, Milch, Wein, Sekt oder Spirituosen. Eine Studie des Londoner University College ergab: Bei Männern stehen Bierkonsum und Übergewicht in keinem Zusammenhang. Bei den Frauen sind die Ergebnisse noch bemerkenswerter: Frauen, die moderat Bier trinken, seien im Durchschnitt sogar etwas dünner als abstinent lebende Frauen, so die Studie.

2. Bier ist vor allem ein Männergetränk
Falsch, denn die Mehrzahl der Frauen trinkt durchaus gerne Bier. Eine Studie des Max Rubner-Instituts, des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel, zeigte, dass 48 Prozent der Frauen, die alkoholische Getränke genießen, lieber Bier trinken als Wein. Spirituosen und andere alkoholische Getränke finden laut Studie weniger Zuspruch. Die Untersuchung zeigte zudem, dass gerade bei den 19- bis 24-Jährigen die Geschlechterfrage hier keine Rolle spielt, denn in dieser Altersgruppe trinken sowohl Frauen als auch Männer am liebsten Bier, wenn sie alkoholische Getränke genießen.

3. „Bier auf Wein, das lass’ sein…“
Dieser Reim ist bis heute weit verbreitet, war aber schon immer falsch: Seinen Ursprung hat der Trinkspruch im Mittelalter – er symbolisierte die sozialen Unterschiede: Bier galt damals als Getränk der einfachen Stände, Wein hingegen war einer elitären Oberschicht vorbehalten. Was jedem bewusst sein sollte: Auf die Menge kommt es an. Alkoholkonsum im Übermaß ist schädlich – egal, in welcher Reihenfolge.

4. Ein gutes Bier braucht sieben Minuten
Richtig ist: Ein frisches Bier kann und sollte in maximal zwei bis drei Minuten gezapft werden. Durch zu langes Zapfen verliert Bier viel Kohlensäure und wird schneller warm und schal. Perfekt gelingt ein Bier, wenn ein sauberes, kalt ausgespültes Glas, schräg gehalten, zu etwa Zweidrittel angezapft, kurz abgestellt und anschließend mit dem kunstvollen Aufsetzen einer Schaumkrone nachgezapft wird. Prost!

5. Bier ist arm an Nährstoffen
Studien belegen: Bier enthält neben Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium auch verschiedene B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die zum größten Teil aus dem zum Brauen verwendeten Malz und dem Hopfen stammen oder von der Brauhefe während der Gärung gebildet werden. Sie sind in Bier zwar nur in verdünnter Form und daher in geringen Mengen enthalten, im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken ist der Gehalt aber relativ hoch.

6. Dunkles Bier ist stärker als helles Bier
Richtig ist vielmehr, dass es keinen grundsätzlichen Zusammenhang von Farbe und Alkoholgehalt des Bieres gibt. Die dunklere Farbe kommt lediglich zustande, weil andere Malzarten, etwa Dunkel- oder Röstmalze, beim Bierbrauen verwendet werden. Diese verleihen dem Bier zwar eine intensivere Färbung und einen anderen Geschmack, verändern aber den Alkoholgehalt nicht automatisch.

7. Die Deutschen sind Europameister im Bier trinken
Es stimmt zwar, dass die deutschen Brauer mit mehr als 5.500 verschiedenen Biermarken und rund 95 Millionen Hektolitern Jahresproduktion „Europameister“ sind. In Bezug auf den Pro-Kopf-Konsum liegen in Europa jedoch die Tschechen an der Spitze: Sie tranken mit 144 Litern im letzten Jahr mit Abstand am meisten Bier. Deutschland rangiert beim Pro-Kopf-Konsum 2014 mit rund 107 Litern auf Platz 2 gleichauf mit Österreich.

8. In Deutschland gibt es immer weniger Brauereien
Falsch! In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der deutschen Braustätten von 1.281 Brauereien (2004) um über 70 Betriebe auf 1.352 Brauereien (2014) gestiegen. Während die Zahl kleinerer Bäckereien und Fleischereien in Deutschland abnimmt, nimmt die Zahl der kleinen Brauereien (mit bis zu 5.000 Hektolitern Jahresproduktion) weiter zu. In Deutschland kommt damit eine Brauerei auf 264 Quadratkilometer. Die Brauereidichte ist damit zehnmal höher als in den USA.

9. Es gibt immer weniger verschiedene Biere
Im Gegenteil: Wer den Markt beobachtet, stellt fest, dass die Markenvielfalt deutscher Biere zunimmt. Mit Blick auf die weltweit einzigartige Brauerei- und Biervielfalt in Deutschland kann davon ausgegangen werden, dass es zur Jahrtausendwende rund 5.000 verschiedene Biere auf dem deutschen Biermarkt gab. Allein in den letzten zehn Jahren sind rund 70 Braustätten in Deutschland hinzugekommen. Der Brauer-Bund schätzt, dass es allein in Deutschland mittlerweile mehr als 5.500 verschiedene Biermarken gibt, wobei die Biersorte Pils mit über 50 Prozent Marktanteil in der Beliebtheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin unangefochten auf Platz eins steht, gefolgt von Export und Weizenbier.

10. Bier ist Bier
Der deutsche Biermarkt wird immer vielfältiger und legt weiter an Dynamik zu. Jede Woche kommt mindestens ein neues Bier auf den Markt. Auch immer mehr hopfenbetonte, aromaintensive Bierspezialitäten eines neuen Typs (sogenannte „Craftbiere“ – überwiegend nach dem fast 500 Jahre alten Reinheitsgebot gebraut) bereichern die Vielfalt. Nirgendwo ist der Biermarkt so abwechslungsreich wie in Deutschland, in keinem anderen Land haben die Verbraucherinnen und Verbraucher eine größere Auswahl. Deutsche Biertrinker könnten rein rechnerisch mehr als 15 Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier probieren – und müssten dabei keines zweimal kosten.

 

Link zur Homepage:

http://www.about-drinks.com/der-deutsche-brauer-bund-klaert-auf-die-zehn-bekanntesten-irrtuemer-ueber-bier

Wissenschaftler erforschen Sterneköche

02-Mrz-15

Guide-Michelin-Restaurants zeichnen sich durch ihre Starköche und ihren Sterne-Erwerb aus. Diesen Kontext als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung nutzend zeigt eine Studie auf, was Sterneköche unternehmen, um kulinarische Innovationen hervorzubringen. Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Gordon Müller-Seitz von der Technischen Universität Kaiserslautern hat sich dieser Thematik in einer Studie der Spitzengastronomie in Europa und vor allem Deutschland angenommen und kommt zu teilweise überraschenden Einsichten, die sowohl für Gäste als auch Chefköche von Guide-Michelin-Sternen gekrönte Restaurants interessant sind.

Im betriebswirtschaftlichen Innovationsmanagement werden in der Regel am Beispiel von international agierenden Großunternehmen aktuell ‘offene Innovationsprozesse’ unter dem Begriff Open Innovation diskutiert. Der Begriff Open Innovation zielt dabei auf den an der Verfolgung von Innovationen gerichteten Austausch eines Unternehmens mit anderen Organisationen oder Individuen außerhalb der eigenen Organisation ab.

“Wie große, forschungsintensive Unternehmen, zum Beispiel in der Pharma- oder IT-Industrie, Open Innovation nutzen können, ist bereits gut erforscht. Kleinere, weniger forschungsintensive Bereiche, die gleichwohl innovativ sein müssen, wurden bisher kaum untersucht”, sagt Professor Dr. Gordon Müller-Seitz, Professor für Strategisches Management am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Kaiserslautern. Mit seinen Kollegen Professor Dr. Andreas Braun (BSP Business School Berlin Potsdam) und Prof. Dr. Christoph Ihl von der Technischen Universität Hamburg-Harburg wurde ein Forschungsrahmen entwickelt, um das Open Innovation-Verhalten in der Spitzengastronomie als Beispiel einer so genannten kreativen Industrie zu untersuchen. Zielsetzung der Untersuchung war es herauszufinden, wie kulinarische Innovationen im Fall von Spitzenköchen generiert werden. Zur Beantwortung dieser Fragen interviewte das Forscherteam mehr als 40 Guide-Michelin-Sterne-Chefköche in Deutschland und Europa. Außerdem wertete es auf Basis einer Totalerhebung bei Europas Sterne-Chefköchen 535 Fragebögen aus 16 europäischen Ländern aus. Aus der Studie lassen sich folgende, teilweise überraschende Erkenntnisse ableiten:

Erkenntnis Nr. 1: Eine Öffnung des kulinarischen Innovationsprozesses ist nicht zwangsläufig vorteilhaft. Für die Chefköche bedeutet das, dass sie entweder sehr stark auf ihre eigene Kreativität vertrauen oder sich sehr stark mit Lieferanten, Gästen und anderen Köchen austauschen sollten. Diese Ergebnisse sind nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht interessant, da sie der bisherigen Annahme einer umgedrehten U-Kurve a la “viele Köche verderben den Brei” vollständig widersprechen. “Individuelle Open Innovation bei Köchen und Open Innovation bei Organisationen verlaufen nach unseren Erkenntnissen konträr”, sagt Braun.

Erkenntnis Nr. 2: Überraschenderweise spielen Gäste und Kritiker im Innovationsprozess nur eine untergeordnete Rolle. Diese Erkenntnis folgt dem Credo eines Sterne-Kochs aus Frankreich, der sich jegliche Einmischung mit dem Hinweis verbat, schließlich wisse er am besten, was gut schmecke und innovativ sei.

Erkenntnis Nr. 3: Chefköche müssen die eigene Schaffenskraft und die Erwartungshaltung der Gäste ausbalancieren. Weder sollen die Gäste gelangweilt noch geschockt werden. Lebende, mit Zitronengras gefütterte Ameisen – die Kreation eines skandinavischen Kochs – haben nach Übereinstimmung der Interviewpartner auf einem Teller nichts zu suchen.

Erkenntnis Nr. 4: Chefköche geben ihr Wissen freimütig weiter. Dies geschieht etwa durch Kochbücher oder Radio- und Fernsehauftritte. In diesem Zusammenhang wird die Ernsthaftigkeit der “TV-Köche” stark angezweifelt. Einen positiven Nebeneffekt hat die zunehmende Zahl von Kochsendungen jedoch: Der Beruf des Kochs hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen höheren Stellenwert eingenommen – und der eine oder andere kocht mittlerweile auch privat mehr als vorher.

Es sei schlussendlich angemerkt, dass am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der TU Kaiserslautern das Kochen mit ‘Chef’-köchen Tradition hat. Eine studentische Initiative lädt dort neuberufene Professoren – so auch selbstverständlich und thematisch passend Professor Dr. Gordon Müller-Seitz – zum “Kochen mit dem Prof” ein; einem Abend, an dem der informelle Austausch zwischen dem Professor und der Studierendenschaft gefördert werden soll.

 

Erstmalig veröffentlicht auf:

http://www.hoga-pr.de/news/wissenschaftler-erforschen-sternekoeche-2-12564.html/

Immobilienmakler (IHK)

01-Mrz-15

Der Zertifikatslehrgang gliedert sich in vier Module:

Modul 1: Basisseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die beabsichtigen sich als Immobilienmakler selbstständig zu machen oder bereits selbstständig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten. Insbesondere Quereinsteiger aus Versicherungen, Bausparkassen, Banken, Architekten, Bauträger mit Trend zum eigenen Vertrieb aber auch absolute Branchenneulinge.

Kursziel:

Der An- und Verkauf von Immobilien ist kein Geschäft des täglichen Lebens. Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Kursteilnehmer erleben hautnah „Makeln aus der Praxis für die Praxis“ und erhalten einen Überblick über Umfang und Ablauf des Makelns von „A“ der Akquise über das richtige Marketing (Print und online) bis „Z“ dem zufriedenen Kunden. Praxisnahe Seminarinhalte sind gewährleistet.

Kursinhalt:

  • Berufsbild, Entwicklung und heutiger Stellenwert des Immobilienmaklers
  • Aufgabenbereiche des Maklers (MaBV)
  • Berufsausübungsvoraussetzungen, Regelung des § 34 c GeWO
  • Inhalt des Maklerkoffers
  • Das Exposé (Print, online)
  • Objekteinkauf, Akquise
  • Telefontraining
  • Maklerverträge
  • Widerrufsrecht 2014
  • Optimale Verkaufsvorbereitung
  • Der schnellste Weg zum Notar!
  • Die „richtige“ Werbung (Sicher vor Abmahnungen, zielgruppenorientierte Werbung, Onlinemarketing und sein heutiger Stellenwert)
  • Pflichten aus der EnEV 2014
  • Grundbuch
  • Vorbereitung und Abschluss eines Notarvertrages
  • Praktische Verkaufshilfen
  • Die Provisionsregelung und -sicherung
  • Wertvolle Fallbeispiele aus der Praxis, nicht nur für Einsteiger!

Modul 2: Aufbauseminar für Immobilienmakler

Zielgruppe:

Alle, die bereits das Basisseminar besucht haben bzw. bereits als Immobilienmakler erste Erfahrungen sammeln konnten, oder bereits selbstständig tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten.

Kursziel:

Sie erleben hautnah Makeln aus der Praxis für die Praxis mit wertvollen Tipps für die erfolgreiche Vermittlung von Immobilien. Das Seminar soll Grundlagen des Basisseminars vertiefen, bereits erlangte Kenntnisse erweitern und neue Themenbereiche eröffnen.

Kursinhalt:

  • Ausrichtung und Führung eines Immobilienmaklerunternehmens
  • Pflichten des Maklers nach dem GWG
  • Controlling
  • Tätigkeitsfelder des Immobilienmaklers (Immobilienvermietung/Grundlagen des Mietrechts/Immobilienleasing/Immobilienverkauf)
  • Dingliche Rechte (Vertiefung)
  • Immobilien Lebenszyklus
  • Alternative Vertriebsmodelle
  • Kundenakquise und -bindung
  • Immobilien und Steuern (Grundlagen)
  • Marketing (Kostenoptimierung/Effizientes Online-Marketing und Imagekampagnen)Provisionssicherung
  • Maklerrecht
  • Haftungsfallen vermeiden.

Modul 3: Immobilien Wertermittlung

Zielgruppe:

Immobilienmakler, Bauträger, Hausverwalter, Anlagenberater, Mitarbeiter von Bausparkassen, Versicherungen, auch für Neueinsteiger oder Privatpersonen

Kursziel:

Sowohl Kauf und Verkauf, als auch Vermittlung und vor allem die Bewertung von Immobilien sind komplexe Vorgänge. Diese verlangen neben Erfahrung ein hohes Maß an Flexibilität und Fachwissen. Die Teilnehmer des Seminars erhalten Grundlagen zur Durchführung einer Wertermittlung von Wohnimmobilien zum Bewertungsstichtag. Entsprechende Probleme werden anschaulich und praxisnah vermittelt. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen somit grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten.

Kursinhalt:

  • ImmoWertV 2010
  • Sachwertrichtlinienverordnung (SW-RL)
  • Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken
  • Flächennutzungsplan/Bebauungsplan
  • Bodenrichtwertkarte
  • Grundstücksmarktbericht + örtlicher Gutachterausschuss
  • Wertanpassungs
  • Faktoren und Tabellen
  • Ermittlung der baulichen Anlage(n)
  • Baukosten-Indizes
  • Flächen und Volumina
  • Tabellen, Richtwerte, Anpassungsfaktoren
  • NHK nach Basis 2000
  • NHK nach Basis 2005
  • Ermittlung des Sachwertes
  • Ertragswertermittlung
  • Vergleichswertverfahren
  • Der marktgerechte Preis, Verkehrswert
  • Fall-Beispiele
  • Berechnungen durch die Teilnehmer (bitte einen Taschenrechner mitbringen)

Modul 4: Wohnraummietrecht  

Zielgruppe:

Hausverwalter, Dienstleister der Immobilienbranche, Immobilienmakler, Bauträger, ebenso Haus- und Wohnungseigentümer. Alle, die beabsichtigen im Bereich der Wohnraumvermietung tätig zu werden oder bereits tätig sind und ihre Fachkenntnisse vertiefen möchten

Kursziel:

Den Teilnehmern des Seminars werden zunächst Grundlagen des aktuellen Mietrechts und die entsprechenden Probleme anschaulich und praxisnah vermittelt. Darüber hinaus wird im Vertiefungsteil auf die aktuelle Rechtsprechung und den daraus resultierenden Problemen im Wohnraummietrecht eingegangen. Die Dienstleister der Immobilienbranche unter den Teilnehmern sollen grundlegendes Handwerkszeug zur kompetenten und lösungsorientierten Betreuung ihrer Kunden erhalten. Alle Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, die Tragweite der Einzelprobleme bei einem Mietvertragsschluss zu erkennen und fachkundig zu lösen.

Kursinhalt:

  • Systematik des Mietrechts
  • Mietrechtsänderungsgesetz
  • Abgrenzung zum Gewerbemietrecht
  • Mietverträge richtig gestalten und schließen
  • Probleme bei der Übergabe
  • Kaution
  • Übernahme
  • Rechte und Pflichten des Vermieters
  • Rechte und Pflichten des Mieters
  • Mangel an der Mietsache
  • Aktuelle Rechtsprechung
  • Instandhaltung und Instandsetzung
  • Schönheitsreparaturen
  • Mieterhöhung
  • Kappungsgrenze
  • Mietminderung
  • Beendigung des Mietverhältnisses
  • Betriebskosten

Weitere Anbieter von Veranstaltungen zur beruflichen Weiterbildung finden Sie im Weiterbildungs-Informations-System sowie im Kursnet der Bundesagentur für Arbeit.

Von:

www.rhein-neckar.ihk24.de/System/Veranstaltungen